19. Dezember 2008
Weißbärtiger mit Megaphon

Weiß­bär­tiger mit Megaphon

In der Tübinger Mensa Wil­helm­straße kamen gestern (17.12.2008) Freunde der auf­kei­menden Tübinger Flashmob-Szene zusammen, um Kom­mando Pim­perle zu spielen. Die Aktion bezog sich offen­sicht­lich auf den Führer des Stu­den­ten­werks Tübingen-Hohenheim, Oliver Schill: Am Ende standen auf das Kom­mando „Schill Out“ einige Stu­die­renden auf und hielten mit­ge­brachte Plakate mit der Auf­schrift „(S)chill Out Zone“ nach oben.

Von der Aktion gibt es auch eine Video­auf­zeich­nung auf YouTube.

Vor­an­ge­gan­gene Flashmobs an der Uni beinhal­teten eine Kis­sen­schlacht auf dem Dies Uni­ver­si­tatis 2006 und das Anbeten der Brunnen vor der Neuen Aula 2007.

5. Dezember 2008

For­mu­lie­rungs­vor­schlag für einen Wider­spruch

wohnheimverwaltung-schild Zu Beginn der letzten Woche im November wurden vom Stu­den­ten­werk die Mit­tei­lungen über die anste­henden Miet­er­hö­hungen zum 1. Januar 2009 ver­sandt. Begrün­dung: gestie­gene Ener­gie­kosten. Aller­dings soll im Stu­den­ten­dorf WHO für jedes Zimmer unab­hängig von Größe, Lage oder Wär­me­däm­mung 8€ fällig sein. Die Bewohner der Pfron­dor­fer­straße und der Hart­mey­er­straße leiden nicht unter den Erhö­hungen, obwohl hier die Wär­me­däm­mung teils noch auf dem Stand der 60er-Jahre ist. In der frisch reno­vierten Neu­halde dagegen, jetzt ein Ener­gie­spar­haus, sollen gerade die Ener­gie­kosten um satte 35€ gestiegen sein.

In Hohen­heim regt sich bereits Protest gegen die Erhö­hungen. Nach Angaben des Stu­den­ten­werkes liegen dort bereits 450 Wider­sprüche vor. Auch in Tübingen ist vor diesem Hin­ter­grund mit Wider­sprü­chen zu rechnen. Werden diese Wider­sprüche auf­recht erhalten, wird das Stu­den­ten­werk die Miet­er­hö­hung ein­klagen und vor Gericht in jedem ein­zelnen Fall die Stich­hal­tig­keit der Begrün­dung nach­weisen müssen — eine Aufgabe, die bei einem Unter­nehmen mit 5500 Wohn­heim­plätzen aus­sichtslos sein dürfte. Gerade im WHO mit seinen unter­schied­lich großen Zimmern und ver­schie­denen Wohn­formen dürfte eine pau­schale Miet­er­hö­hung kaum juris­tisch durch­setzbar sein.

Bei der hand­werk­lich offen­sicht­lich schlecht durch­ge­führten Miet­er­hö­hung handelt es sich nur um einen wei­teren Punkt auf der langen Liste der Fehler, die mög­li­cher­weise dem Geschäfts­führer des Stu­den­ten­werks anzu­lasten sind. Es ist frag­lich, wie lange der Ver­wal­tungsrat hier noch mitspielt. Wie ver­schieden Zei­tungen, u.a. die Stutt­garter Zeitung und das Schwä­bi­sche Tag­blatt, berich­teten, scheint es hier Unklar­heiten zu geben, ob die Miet­er­hö­hung so über­haupt rech­tens sind. Von einigen Per­sonen im Umfeld des Stu­den­ten­werkes wurde in der Ver­gan­gen­heit immer wieder ange­deutet, dass es hier zu hand­werk­li­chen Fehlern gekommen ist, die nicht zu ver­tu­schen sind.

Deshalb raten wir allen Stu­die­renden gegen die Miet­er­hö­hungen Wider­spruch einzulegen.