10. Februar 2009

Titelbild des Jahresberichts der Universität Tübingen
Am Don­nerstag wird im Universitäts-Senat der neue Jah­res­be­richt vor­ge­stellt, im Prinzip eine Image­bro­schüre der Uni. Dieser Teil der Sitzung ist öffent­lich, also dürfen sich auch auch alle inter­es­sierten Stu­die­renden als geduldet bis ein­ge­laden betrachten.

Der Senat tagt am Don­nerstag, dem 12.2.2009 ab 15:00 im Großen Senat: In der Neuen Aula die Treppe gleich nach dem Eingang rechts nach oben gehen, die nächste Treppe in den ersten Stock nehmen und dann nach links.

6. Februar 2009

Das Stu­den­ten­werk Tübingen-Hohenheim hatte zum Jah­res­be­ginn die Mieten in einigen seiner Wohn­heime erhöht, wogegen einige Stu­die­rende Wider­spruch ein­ge­legt hatten (ca. 200 in Tübingen und ca. 300 in Hohen­heim). Eigent­lich hätte nun das StuWe diesen Mietern die Erhö­hungen detail­liert begründen und erst mit ihrem Ein­ver­ständnis (oder nach einer gewon­nenen Klage vor dem Amts­ge­richt Tübingen) die höheren Mieten abbu­chen dürfen. Statt­dessen wurde Anfang Januar wider­recht­lich mit ver­bo­tener Eigen­macht abge­bucht, wogegen von unserer Seite aus Vor­be­rei­tungen für einen Mus­ter­pro­zess laufen, d.h. ein Student würde stell­ver­tre­tend für die anderen kämpfen, ohne dass diese sich darum kümmern müssen. Aber wir hoffen, dass das StuWe vorher einlenkt.

Am Freitag, den 6. Februar wandten sich die Bewohner des Wohn­heimes Neu­halde in Tübingen an den Ver­wal­tungsrat des Stu­den­ten­werkes Tübingen-Hohenheim, mit der Bitte in Bezug auf die Miet­er­hö­hung ein­zu­schreiten und dem Geschäfts­führer deut­lich zu machen, dass es “so nicht geht”. Den offenen Brief kannst du hier down­loaden.

Hin­ter­gründe der Miet­preis­er­hö­hungen und des Protests

Im Ver­wal­tungsrat des Stu­den­ten­werkes wurde am 18. Juli durch den Geschäfts­führer des Stu­den­ten­werkes, Oliver Schill, ein Bericht zu anste­henden Preis­an­pas­sungen im Stu­den­ten­werk Tübingen-Hohenheim vor­ge­legt. Diesen nahmen die Mit­glieder des Ver­wal­tungs­rates zur Kenntnis mit dem Hinweis, dass es Miet­er­hö­hungen nur im Rahmen eines geän­derten Wirt­schafts­planes geben könne. In der Ver­wal­tungs­rats­sit­zung am 27. November wurde der Wirt­schafts­plan für das Jahr 2009 beschlossen. In der Ver­gan­gen­heit war Bestand­teil des Wirt­schafts­plans immer eine Erklä­rung der anste­henden Miet­er­hö­hungen, auf der auf­ge­schlüs­selt war, welches Wohn­heim in welchem Maße durch­schnitt­lich erhöht werden sollte. Dieser Teil fehlte nun im Wirt­schafts­plan 2009.

Am 23. – 24. November wurden die Miet­er­hö­hungs­be­nach­rich­ti­gungen an die Mieter mit Verweis auf die All­ge­meinen Miet­be­din­gungen ver­sandt. In diesen Miet­be­din­gungen steht, dass Miet­er­hö­hungen nur zulässig sind, wenn sie ihre Grund­lage und Durch­füh­rung im ordent­lich beschlos­senen Wirt­schafts­plan haben. Da die Miet­er­hö­hungen aber im Wirt­schafts­plan 2009 nicht ent­halten sind, sind die all­ge­meinen Miet­be­din­gungen nicht erfüllt.
Nachdem das Stu­den­ten­werk die Miet­er­hö­hungs­be­nach­rich­ti­gungen ver­sandt hat, hat sich die FSVV daran gemacht, Mus­ter­wi­der­sprüche zu ent­werfen. Gleich­zeitig wussten wir um die for­mellen Fehler bei der Beschluss­fas­sung der Miet­er­hö­hung. Daher wurden zwei indi­vi­du­elle Wider­sprüche gestaltet und durch zwei Mieter an das Stu­den­ten­werk ver­sandt. Auf die Stan­dard­wi­der­sprüche (ca. 180 bei 3500 Mietern in Tübingen und 350 bei 2000 Mietern in Hohen­heim) und auf die indi­vi­dua­li­sierten Wider­sprüche gab es vom Stu­den­ten­werk nahezu gleich­klin­gende Ant­worten, die weder an alle Wider­spre­chenden ver­sandt wurden noch auf die Bedenken eingingen.

Wir haben uns des­wegen an den Ver­wal­tungs­rats­vor­sit­zenden und Rektor der Uni Tübingen, Bernd Engler, gewandt und ihn darum gebeten, endlich ein­zu­schreiten und auf den Geschäfts­führer des StuWe ein­zu­wirken, damit die Miet­er­hö­hungen vorerst außer Kraft gesetzt werden und dann noch einmal im Ver­wal­tungsrat dis­ku­tiert werden könnten. Engler hat Geschäfts­führer Schill inzwi­schen auf die even­tu­elle Unver­hält­nis­mä­ßig­keit der Mah­nungen hin­ge­wiesen und ihn expressis verbis gebeten, die Plau­si­bi­lität der Erhö­hungen zu begründen.

Wei­terhin wurde auf Grund von anderen bekannt­ge­wor­denen Vor­würfen gegen den Geschäfts­führer des Stu­den­ten­werkes, Oliver Schill, eine außer­or­dent­liche Ver­wal­tungs­rats­sit­zung für den 4. März ein­be­rufen,  auf der dann die Pro­bleme mit dem Geschäfts­ge­bahren des Herrn Schill dis­ku­tiert werden sollen.

Siehe dazu auch:

Artikel im Tag­blatt vom 6. Februar
Artikel im Tag­blatt vom 4. Februar

4. Februar 2009

mensabeirat_plakat
Das Stu­den­ten­werk hat sich ent­schlossen, einen Mens­abeirat ein­zu­richten. Er soll zu einer Hälfte aus Stu­die­renden und zur anderen Hälfte aus Mit­ar­bei­tern des Stu­den­ten­werks bestehen. Unklar ist, ob es einen oder zwei Beiräte geben soll, ob der oder die sich auch um die Cafe­te­rien kümmern können und was darin über­haupt bespro­chen werden soll, da (Vege­ta­rier auf­ge­horcht!) „Dis­kus­sionen über Lebens­phi­lo­so­phien“ uner­wünscht sind. Das aller­dings wird sich sicher mit der Zeit ergeben.

Wir begrüßen jeden­falls die Ein­rich­tung dieser Instanz, die erst­mals einen offi­zi­ellen Ansprech­partner für Men­sa­gänger dar­stellen wird. Wenn ihr Inter­esse habt, dem Gremium anzu­ge­hören, meldet euch beim AStA.