30. Juni 2009

Mitt­woch, 1. Juli 2009, 16 – 17 Uhr
Bil­dungs­ma­gazin auf der Wüsten Welle 96,6 MHz

ab nächster Woche zu neuen Zeiten: Immer Montags von 17 bis 18 Uhr.

das Bildungsmagazin auf der Wüsten Welle

das Bil­dungs­ma­gazin auf der Wüsten Welle

21. Juni 2009

Zu einem Aus­wer­tungs­treffen des Bil­dungs­streiks 2009 und der Planung des wei­teren Vor­ge­hens trifft sich der AK freie Bildung am Montag, den 22. Juni 2009, um 20 Uhr, im Sit­zungs­saal im Club­haus. Alle Stu­die­renden sind herz­lich eingeladen.

21. Juni 2009

Wahlkampflogo 2009Am 30. Juni und 1. Juli 2009 sind wieder Uni­ver­si­täts­wahlen und die Stu­die­renden in Tübingen sind dazu auf­ge­rufen die Fakul­täts­räte, den All­ge­meinen Stu­die­ren­den­aus­schuss und den Senat neu zu besetzen. Wir möchten alle Tübinger Kom­mi­li­tonen dazu auf­rufen zur Wahl zu gehen. In den Fakul­täten treten die Fach­schaften mit eigenen Listen an, für den AStA und den Senat kan­di­diert die Fach­schaf­ten­voll­ver­samm­lung für euch und eure Inter­essen. (weitere Infos: www​.fsrvv​.de/​w​a​h​l​en/)

Wahl­lo­kale:

  • Mensa Wil­helm­straße: Evangelisch-Theologische Fakultät (01) ,
    Katholisch-Theologische Fakultät (02), Juris­ti­sche Fakultät (03), Geo­wis­sen­schaft­liche Fakultät (16), Wirt­schafts­wis­sen­schaft­liche Fakultät (04), Fakultät für Sozial- und Ver­hal­tens­wis­sen­schaften (08),
    Fakultät für Kul­tur­wis­sen­schaften (11), Fakultät für Informations- und Kogni­ti­ons­wis­sen­schaften (17): Psychologie
  • Brechtbau: Fakultät für Phi­lo­so­phie und Geschichte (07/10), Neu­phi­lo­lo­gi­sche Fakultät (09)
  • Mensa Mor­gen­stelle: Fakultät für Mathe­matik und Physik (12/13),
    Fakultät für Chemie und Phar­mazie (14), Fakultät für Bio­logie (15), Fakultät für Informations- und Kogni­ti­ons­wis­sen­schaften (17): Informatik
  • Medi­zi­ni­sche Fakultät (05/06): Ein­gangs­halle CRONA

Wahl­vor­schläge:

Bekannt­ma­chung der Wahl­vor­schläge

Wahl­flyer:

http://​www​.fsrvv​.de/​b​e​g​r​u​e​s​s​u​n​g​-​u​n​d​-​i​n​f​o​s​/​f​l​y​er/


Wählt die Fach­schaften! Wählt Liste 1!

Liste für die Fachschaften – Fachschaftenvollversammlung

19. Juni 2009

Am Freitag, den 19. Juni findet die Sitzung des Hoch­schul­rates der Uni­ver­sität statt.

19. Juni 2009

Am Don­nerstag, den 25. Juni findet die Sitzung des Senats der Uni­ver­sität Tübingen statt.

19. Juni 2009

bernd-engler
Nach inten­siver Arbeit und langen Dis­kus­sionen zum Thema Fakul­täts­neu­glie­de­rung und Grün­dungs­ko­or­di­na­toren / “change manager” / Fusi­ons­be­auf­tragte in den letzten Wochen, ist uns heute in der Arbeits­gruppe des Senates zu diesem Thema ein kleiner Sieg gelungen!
Die von uns gefor­derten und von einer kleinen Gruppe des AK Fakul­täts­neu­glie­de­rung erar­bei­teten Richt­li­nien für die Grün­dungs­ko­or­di­na­toren sind heute von Rektor Engler – ob der Intel­li­genz des Vor­schlages, hoch gelobt und anstandslos ver­ab­schiedet worden. Die Richt­li­nien werden in der nächsten Woche im Senat behan­delt.
Richt­linie Fakultätsneugliederung

In den letzten Wochen erläu­terte der Rektor der Uni­ver­sität Tübingen im Rahmen von Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tungen die Beweg­gründe für eine Fakul­täts­neu­glie­de­rung und die Her­aus­for­de­rungen vor denen die Uni­ver­sität steht. Neben den Anfor­de­rungen der nächsten Exzel­lenz­in­itia­tive und der momen­tane Auf­stel­lung der Uni im inter­na­tio­nalen Wett­be­werb, stehen für ihn vor allem die leis­tungs­be­zo­gene Mit­tel­ver­gabe und die W-Besoldung im Vordergrund.

Die daraus ent­ste­henden büro­kra­ti­schen Auf­wände seien aus­schlag­ge­bend für die Fusion von Fakul­täten und die neue Uni­ver­si­täts­struktur. Die not­wen­digen Reformen würden die der­zei­tigen Struk­turen über­for­dern und eine Arbeit von Fakul­täts­vor­ständen, die nur zwei Jahre im Amt sind, sei in diesem Kontext nicht sinn­voll. Daher brauche man größere Struk­turen und eine not­wen­dige Pro­fes­sio­na­li­sie­rung an der Spitze der Fakultäten.

17. Juni 2009
Foto des Bildungsstreiks in Tübingen - Foto: Stepahn Zipperlen

Foto des Bil­dungs­streiks in Tübingen - Foto: Stephan Zipperlen

Und sie bewegen sich doch! Die Stu­die­ren­den­schaft hat das trot­zige Trotzdem, das Ernst Bloch einst hoch­be­tagt seiner Tübinger Zuhö­rer­schaft abver­langte, noch nicht ver­lernt und so folgten heute 2500 Stu­die­rende und Schüler dem Aufruf ver­schie­dener Gruppen zur Bil­dungs­streik­demo 2009.

Nachdem die Demons­tra­tion ihren offi­zi­ellen Abschluss fand, war für viele der Protest aber noch nicht zu Ende und auch die Themen, die am heu­tigen Tage im Mit­tel­punkt standen, sind es wert wei­ter­dis­ku­tiert zu werden. Und so nahmen mehr als 150 Stu­die­rende das Angebot des Rektors an mit ihm in den Räumen der Uni­ver­sität über die For­de­rung der Strei­kenden zu spre­chen. Nachdem aller­dings ein Tross Akti­visten in Sachen Bil­dungs­ge­rech­tig­keit die Kreu­zung am Lust­nauer Tor besetzte, wurde die Dis­kus­sion kur­zer­hand unter freien Himmel verlegt. Und so standen sie da, Rektor, Pro­rek­toren, Kanzler, Ober­bür­ger­meister und die vielen anderen Ver­ant­wor­tungs­träger aus der Stadt und der Uni­ver­sität und mussten den Pro­tes­tie­renden Rede und Antwort stehen, sich einigen Protest anhören und ihre Argu­mente auf den sprich­wört­li­chen Tisch packen. Dabei wurde deut­lich, für diese Form des Pro­tests hatte Ober­bür­ger­meister Palmer kein Ver­ständnis mehr, denn durch die Blo­ckie­rung dieser Kreu­zung kam auch eine wich­tige Lebens­ader in Tübingen und damit der Stadt­ver­kehr zum erliegen.

Foto des Bildungsstreiks in Tübingen - Foto: Stepahn Zipperlen

Foto des Bil­dungs­streiks in Tübingen - Foto: Stephan Zipperlen

Dennoch musste auch er sich den Fragen der Demons­tranten stellen und war letzt­lich bereit in einen Dialog ein­zu­treten. Nach ein­ein­halb Stunden, waren die Posi­tionen aus­ge­tauscht und deut­lich, das man an einigen Punkten zusam­men­kommt und überein­stimmt, bei anderen For­de­rungen aber weder auf die Unter­stüt­zung von Stadt noch Uni­ver­sität bauen kann.

Nun gilt es also den heute offenen und öffentlich-gewordenen Protest in die Ent­schei­dungs­gre­mien und zu den Ver­ant­wor­tungs­trä­gern zu bringen. Dabei werden wir den Rektor beim Wort nehmen, der uns ver­sprach für die Kritik der Stu­die­renden offen zu sein.

Weitere Bilder gibt es in höherer Auf­lö­sung unter http://bilder.fsrvv.de/Bildungsstreik%202009/ im Streik-Album.

Weitere Infor­ma­tionen zur Zukunft der Bil­dungs­pro­teste in Tübingen gibt es auf der Website des Bil­dungs­streiks unter www​.tuewas​.org.

15. Juni 2009

uni stuttgartAn die Kom­mi­li­tonen der Uni­ver­sität Stutt­gart.
Wir die Stu­die­renden – ver­treten durch die Fach­schaf­ten­voll­ver­samm­lung erklären uns soli­da­risch mit den Kom­mi­li­tonen der Uni­ver­sität Stutt­gart und der Initia­tive VOLLUniversität.

Was sich derzeit in Stutt­gart als Ent­wick­lung abzeichnet, beun­ru­higt auch uns sehr und macht uns einmal mehr bewusst, wie weit wir in Zeiten der Ein­füh­rung von Bachelor- und Mas­ter­ab­schlüssen, Stu­di­en­ge­bühren und Exzel­lenz­in­itia­tiven gekommen sind. Auf dem Rücken von Stu­den­tinnen und Stu­denten werden von den Rek­to­raten heute Ent­schei­dungen getroffen, die nicht nur leicht­fertig Zukunfts­chancen aufs Spiel setzen, sondern auch die Unab­hän­gig­keit der deut­schen Uni­ver­si­täten kon­ter­ka­riert. Im Sinne einer Exzel­lenz­för­de­rung und zusätz­li­cher Dritt­mittel ist so mancher Rektor dazu über­ge­gangen die Uni­ver­sität zu einem natur­wis­sen­schaft­li­chen Zentrum mit ange­glie­dertem Sprach­labor umzu­ge­stalten. Darin ist der Stutt­garter Rektor Ressel nicht allein, aber er ist mit seinem Vor­gehen einer der radi­kalsten. Den his­to­ri­schen Schritt des ver­gan­genen Jahr­hun­derts die Uni­ver­sität Stutt­gart von einer tech­ni­schen Hoch­schule zu einer Voll­uni­ver­sität aus­zu­bauen, rück­gängig machen zu wollen, zeugt nicht nur von Igno­ranz, sondern auch von der Bereit­schaft der Hoch­schul­lei­tungen heute, alles im Sinne von Geld und Titeln auf­zu­geben, was in den ver­gan­genen Jahr­zehnten auf­ge­baut wurde.

Die Stu­die­renden in Stutt­gart können sich unserer besten Wünsche ver­si­chert sein und auf unser Ver­spre­chen bauen, uns auch in ihrem Sinne zu enga­gieren und mit ihnen gemeinsam für den Erhalt des Uni­ver­si­täts­standort Stutt­gart in vollem Umfang zu kämpfen. Wir sind jeder­zeit bereit euch auch tat­kräftig zur Seite zu stehen!

Protest StuttgartDie ver­schie­denen Schüler- und Stu­den­ten­pro­teste, die in dieser Woche im Rahmen des bun­des­weiten Bil­dungs­streiks offen­kundig werden, zeigen, dass wir nicht tatenlos zusehen und nicht akzep­tieren werden, dass das momen­tane Bil­dungs­system in der Krise steckt. Diese Krise wurde von denen ver­ur­sacht, die die Hoch­schulen zu wirt­schafts­nahen Bil­dungs­an­stalten umbauen wollen und humboldt’sche Bil­dungs­ideale und den Uni­ver­sa­li­täts­an­spruch des Hoch­schul­stu­diums zu Gunsten eines Schmal­spur­stu­dium von wirt­schafts­af­finen Kern­fä­chern opfern wollen. Wir lehnen es ab die Opfer dieser Bil­dungs­po­litik zu sein und noch länger die Last der ver­korksten Reformen auf unseren Schul­tern zu tragen. Daher rufen wir die baden-württembergischen Kom­mi­li­tonen auf, sich für ihre Belange ein­zu­setzen und gemeinsam für den Erhalt der Uni­ver­sität Stutt­gart zu kämpfen. Denn wenn eine solche Politik wie sie die Stutt­garter Magni­fi­zenz Ressel an den Tag legt einmal unwi­der­spro­chen durch­ge­setzt wird, hat das nicht nur Aus­wir­kungen auf unser aller Per­spek­tive und die Zukunft der Hoch­schulen in Baden-Württemberg, sondern es gibt auch den Anspruch der Hoch­schulen nach unab­hän­giger Bildung auf.

Wir wollen aber nicht alle Ver­ant­wor­tung für die Lage, in der Herr Pro­fessor Ressel zu diesem gewal­tigen Umbau­pro­zess ansetzt, auf ihn und eine ver­fehlte Politik seiner Vor­gänger schieben. Die Ursa­chen liegen tiefer und sind teil­weise sym­pto­ma­tisch. Mitt­ler­weile ist die Finan­zie­rung der öffent­li­chen Uni­ver­si­täten und Schulen stetig radikal und ohne scheu gekürzt worden und die Stu­die­renden und Schüler werden immer häu­figer zur Kasse gebeten. Während der Staat an Banken und an bankrott-gefährdete Unter­nehmen Gelder pro­blemlos ver­teilt, ist in Sachen Bil­dungs­fi­nan­zie­rung schon das Ver­spre­chen keiner wei­teren Kür­zungen eine frohe Bot­schaft für die deut­schen Bil­dungs­ein­rich­tungen! Was nutzen Eli­te­bil­dung und Exzel­lenz­in­itia­tiven, wenn die deut­sche Hoch­schul­land­schaft nicht in Gänze davon pro­fi­tiert? Was nutzen Spit­zen­för­de­rungen im For­schungs­be­reich, wenn die Qua­lität der Lehre in die Dritt­klas­sig­keit abrutscht? Und was nutzen Bil­dungs­re­formen, die auf dem Rücken der Stu­die­renden aus­ge­führt werden und deren Halb­werts­zeit einige Jahre nicht über­schreiten? Es wird mit unserer Zukunft gespielt und wir werden uns das nicht länger gefallen lassen. Die Situa­tion, so wird es am Fall Stutt­gart deut­lich, hat ein der­artig trau­riges Ausmaß erreicht, dass es schwer fällt, bei all den Ent­wick­lungen auf eine Umkehr von diesem Trend zu hoffen. Doch daraus leitet sich auch die Ver­pflich­tung für uns ab, dass wir diese Unge­rech­tig­keiten nicht hin­nehmen werden und dass wir gegen die Ent­wick­lungen in Tübingen und Stutt­gart, Baden-Württemberg und in Deutsch­land die Stimme erheben und uns für unsere Sache und die Inter­essen der Stu­die­ren­den­gen­ra­tionen nach uns einsetzen.

Daher erklären wir uns soli­da­risch mit den Stu­die­renden in Stutt­gart und werden sie mit eigenen krea­tiven Aktionen unterstützen.

Die Stu­die­renden der Uni­ver­sität Tübingen

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