29. November 2009

“Bisher hab ich die Pro­rek­torin immer nur in hoch­schul­po­li­ti­schen Kon­texten erlebt und am Montag steht sie dann im Hösaal 21 und liest aus einem islän­di­schen Text im Ori­ginal. Das Bild, dass ich nun von ihr hab, ist doch ein ganz anderes.” so rea­gierte Jan-David, als heute morgen um 5 Minuten nach Mit­ter­nacht die längste Vor­le­sung, die Tübingen bisher erlebt hat, endete. Nach 78 Stunden und 75 ganz unter­schied­li­chen Vor­le­sungen endete die von den Kup­fer­bau­be­set­zern ver­an­stal­tete Marathonsession.

24. November 2009

Im Rahmen der Beset­zung des Kup­fer­baus wird ab Mitt­woch, den 25. November, im Hörsaal 21 eine Dau­er­vor­le­sung statt­finden. In diesem Rahmen werden Dozen­tinnen und Dozenten der Uni­ver­sität Tübingen über ihren For­schungs­be­reich, ihre Inter­essen und aktu­elle Dis­kus­sionen in ihrem Wis­sen­schaft­ge­biet infor­mieren. Eine schöne Gele­gen­heit, auch mal in unge­wön­liche Wis­sens­ge­biete vor­zu­dringen und eine breite Bildung über die eigenen Fächer hinaus zu erhalten. Hier gehts zum Programm.

24. November 2009

vorlesungsverzeichnisIm Rahmen der Beset­zung des Kup­fer­baus wird ab Mitt­woch, den 25. November, im Hörsaal 21 eine Dau­er­vor­le­sung statt­finden. In diesem Rahmen werden Dozen­tinnen und Dozenten der Uni­ver­sität Tübingen über ihren For­schungs­be­reich, ihre Inter­essen und aktu­elle Dis­kus­sionen in ihrem Wis­sen­schaft­ge­biet infor­mieren.– Eine schöne Gele­gen­heit, auch mal in unge­wön­liche Wis­sens­ge­biete vor­zu­dringen und eine breite Bildung über die eigenen Fächer hinaus zu erhalten.

Den Start wird Herr Pro­fessor Dr. Wert­heimer am Mitt­woch um 18:oo Uhr machen, der zum Thema: Schiller oder die (nicht nur ästhe­ti­sche) Erzie­hung des Men­schen” refe­rieren wird.

Hier gibt es das Pro­gramm als PDF.

Die Vor­le­sungen werden in Zusam­men­ar­beit mit dem ZDV auf­ge­zeichnet und live ins Internet über­tragen. Vielen Dank hierfür an Prof. Walter und das ZDV.

23. November 2009

Bildung braucht Geld. Die GEW sieht einen Bedarf von 40 Mrd. € pro Jahr (zusätz­lich zu den aktu­ellen Aus­gaben), eine Arbeits­gruppe mit Ver­tre­tern der Länder und des Kanz­ler­amtes kam auf von 26 Mrd (eben­falls zusätz­lich), und selbst der Koali­ti­ons­ver­trag von CDU/CSU und FDP sieht 3 Mrd € pro Jahr vor. Natür­lich unter „Finan­zie­rungs­vor­be­halt“, aber immerhin zusätzlich.

Im glei­chen Koali­ti­ons­ver­trag heißt es auch: „Bildung ist der ent­schei­dende Zukunfts­faktor für unser Land, aber auch für die Chancen jedes ein­zelnen Men­schen.“ Was das wert ist, wurde deut­lich, als die Finanz­mi­nis­ter­kon­fe­renz der Länder pünkt­lich zu den Koali­ti­ons­ver­hand­lungen Mitte Oktober eine Vorlage ver­öf­fent­lichte. Wie der Spiegel berichtet, rechnet die Finanz­mi­nis­ter­kon­fe­renz nun vor, dass das Vor­haben des letzt­jäh­rigen Bil­dungs­gip­fels, 10 % des Brut­to­in­lands­pro­dukts für Bildung auf­wenden zu wollen, schon längst über­er­füllt sei!

Einer­seits macht zwar die Wirt­schafts­krise das BIP kleiner. Aber hier kann man auch was über krea­tive Buch­füh­rung lernen: Die Fort­zah­lung von Kin­der­geld, Steu­er­vor­teile wie die Aus­bil­dungs­frei­be­träge bei der Ein­kom­mens­steuer oder die Absetz­bar­keit von Fir­men­for­schung, der ermä­ßigte Umsatz­steu­er­satz auf Bücher usw: Alles Inves­ti­tionen in Bildung. Genauso wie Pen­sionen von Lehrern und Pro­fes­soren. Oder zur Ver­fü­gung gestellte Gebäude und Grund­stücke. Alles Bildung in Deutsch­land, der berühmte inter­na­tio­nale Ver­gleich spottet da jeder Beschrei­bung. Das ist deut­sches Alleinstellungsmerkmal.

Von den schönen, dif­fusen Rosa-Wolken-Worten im Koali­ti­ons­ver­trag haben wir nicht viel. Der Blick in die Zukunft der Bil­dungs­fi­nan­zie­rung ist düster. Schon in der Ver­gan­gen­heit wurde hier massiv gespart oder mit Stu­di­en­ge­bühren umfi­nan­ziert. Die Folge davon sind ein massiv unter­fi­nan­ziertes Bil­dungs­system mit allen bekannten Kon­se­quenzen: ein gigan­ti­scher Sanierungs- bzw. Baustau, großer Mangel an Lehr­per­sonal an Hoch­schulen und Schulden. Ob die Regie­rungen von Bund und Ländern diese Miss­stände beheben, bleibt abzu­warten. Uns Stu­die­renden bleibt nur zu hoffen, dass Bil­dungs­po­litik in Zukunft nicht mehr vom Finanz­mi­nis­tern gemacht wird. Oder zumin­dest von Bildungspolitikern.

21. November 2009

Unsere Uni brennt – LMU München from Unsere Uni brennt on Vimeo.

20. November 2009
Kundgebung vor der neuen Aula

Kund­ge­bung vor der neuen Aula

Der bun­des­weite Aktonstag des Bil­dungs­streiks fand natür­lich auch in Tübingen statt und stand natür­lich vor allem im Zeichen der Kupferbau-Besetzung.– Die Schüler kamen fast etwas zu kurz.

Die Aktionen begannen mit einer Kund­ge­bung vor der Neuen Aula, mit Reden eines Stu­denten und einer Schü­lerin und Soli­da­ri­täts­be­kun­dungen des Deut­schen Gewerk­schafts­bundes und anderen. Fabian Ever­ding wies für die Orga­ni­sa­to­rInnen des Bil­dungs­streiks in Tübingen vor allem auf die Situa­tion an den Hoch­schulen hin und ver­deut­lichte, warum es sich auch für Tübinger Stu­die­rende lohnt sich an den vielen aktuell lau­fenden Aktionen zu betei­ligen. Danach wandte sich eine Ver­tre­terin der Schü­le­rInnen an die Zuhörer und pran­gerte die Situa­tion an den deut­schen Schulen an. Nicht erst seit dem Gym­na­sium in 8 Jahren (sog. “G8″) sei die Lage dra­ma­tisch schlechter geworden, auch die chro­ni­sche Unter­fi­nan­zie­rung der Schulen und die man­gelnde Aus­stat­tung machen den Schulen zu schaffen. Tobias Kaphegyi sprach für den DGB ein Gruß­wort und ermahnte dazu den Protest nicht ledig­lich auf den Bil­dungs­be­reich zu beschränken. In den Schulen und Uni­ver­si­täten werden seiner Meinung nach nur die Pro­bleme der Gesamt­ge­sell­schaft am deut­lichsten.
Pro­fessor Otto Rössler sprach im Namen der Pro­fes­so­ren­schaft ein Gruß­wort und bat die Stu­die­renden auch darum als wis­sen­schaft­li­cher Nach­wuchs Ver­ant­wor­tung für die For­schung und deren Folgen zu über­nehmen und sich für eine kri­ti­sche Wis­sen­schaft stark zu machen.

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17. November 2009

plenum_16.11_1 Nach einer Vor­le­sung im Rahmen des Studium Gene­rale blieben etwa die Hälfte der Zuhörer im Hörsaal 25 einfach sitzen. Bald wurde klar, warum. Banner wurden auf­ge­hängt, Stu­die­rende über­nahmen das Red­ner­pult und im Prinzip ging es weiter wie am Mitt­woch abend. Sogar Uni­rektor Engler erschien, begleitet von Pro­rek­torin Ste­fanie Gropper, zuständig für Studium und Lehre, sowie Kanzler und stell­ver­tre­tendem Kanzler. Rektor und Pro­rek­torin kamen gerade von einem Gespräch mit Stu­die­ren­den­ver­tre­tern – auf Nach­frage erläu­terte Engler, dass nur Ver­treter einer Fach­schaft und der FDP-nahen Libe­ralen Hoch­schul­gruppe (LHG) gekommen waren.

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16. November 2009

Es ist nicht mehr lang hin zum ersten Advent. Wie schon in den ver­gan­genen Jahren, wirds auch diesmal andächtig – mit Weih­nachts­lie­dern zur Bil­dungs­po­litik. Sollten sich Stu­die­rende im Kup­ferbau zu einer aus­ge­dehnten Weih­nachts­feier ein­finden, können sie nun für pas­sende Atmp­sphäre sorgen. Kerzen stehen bald zum Down­load bereit. Erste Chor­proben finden Dienstag 12 Uhr im Foyer des Kup­fer­baus statt.

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