Posted on Januar 22, 2010 in Campus der Zukunft
Siegerentwurf zur Planung des Campus der Zukunft

Sie­ger­ent­wurf zur Planung des Campus der Zukunft

So sieht es jeden­falls Bernd Selb­mann vom Amt für Ver­mögen und Bau Baden-Württemberg. Dass er sich dabei natür­lich nur auf die bau­liche Situa­tion des Dienst­sitzes des Rektors bezieht, wird klar, wenn man den Rahmen der Äußerung kennt.
Zu einem Podium über den Campus der Zukunft hatte der SPD-Ortsverein Tübingen geladen. Ziel sollte es sein, die ver­schie­denen Akteure und Inter­es­sen­ver­treter an einen Tisch zu bekommen, um über die Cam­pus­pla­nung des Rek­to­rats zu spre­chen. Mit Herrn Hospach vom Stu­den­ten­werk, Herrn Engler als Ver­treter der Uni­ver­sität, Herrn Renner von der Bür­ger­in­itia­tive Univiertel/ Wil­helm­straße, Herrn Selb­mann, vom Amt für Ver­mögen und Bau (ehem. Uni­bauamt) und Herrn Hein­rich als Ver­treter der Juso-Hochschulgruppe, war das Podium gut besetzt, doch leider gelang es dem Mode­rator Thomas Volk­mann nicht, eine wirk­liche Dis­kus­sion anzu­regen. Und so blieb es in den wei­testen Teilen dabei, dass die gegen­sei­tigen Posi­tionen aber­mals aus­ge­tauscht wurden und ein wirk­li­ches Näher­kommen nicht erreicht werden konnte.

Die Bür­ger­in­itia­tive ist davon über­zeugt, dass die beste­hende Mensa als Mensa zu erhalten ist und dieses Projekt nicht teurer würde als ein Neubau. Sie sieht sogar einen Nach­teil: käme der Neubau, müsste die Nach­nut­zung der jet­zigen Mensa geklärt werden und auch dann wäre ein Sanie­rung des alten Gebäudes fällig. Die Kosten, die dann zusätz­lich ent­stünden, ein zwei­stel­liger Mil­lio­nen­be­trag, kämen auf die Uni bzw. das Land zu.
Und so war man sich nach zwei­ein­halb Stunden einig, einig würde man sich wohl nicht. Annä­he­rung konnte nur inso­weit erreicht werden, dass auch das Amt für Ver­mögen und Bau davon ausgeht, dass nicht 10 Mil­lionen zwi­schen den Alter­na­tiven Sanie­rung und Neubau stehen, sondern dass die Kosten ver­gleichbar wären.
Dem Rektor geht es darum, ein erstes sicht­bares Zeichen auf dem neuen Uni­ver­si­täts­platz zu errichten, der Bür­ger­in­itia­tive geht es darum, das beste­hende – wo sinn­voll – zu erhalten und nicht alter­na­tivlos einen Neubau vor­an­zu­treiben.
Im Rahmen einer städ­ti­schen Pla­nungs­werk­statt, deren Verdikt sich auch der Rektor bereit ist unter­zu­ordnen, sollen in den nächsten Monaten die ver­schie­denen Ideen und Kon­zep­tionen in einem geord­neten und mode­rierten Ver­fahren abge­gli­chen werden. Eine Ver­sach­li­chung der Dis­kus­sion, wenigs­tens darin war man sich in der ansonsten an Erkennt­nissen armen Ver­an­stal­tung einig, sei wünschenswert.

Zurück zur Übersicht