Posted on Januar 19, 2010 in Gremien, Hochschulpolitik, Neuigkeiten

Fotoausschnitt Telefonbuch

Bald nicht mehr nur vir­tuell - das Uni-Telefonbuch.

Die Uni­ver­sität Tübingen wollte einmal auf­bre­chen ins 21. Jahr­hun­dert, sie war eine der ersten Uni­ver­si­täten mit einer Web­prä­senz, ermög­lichte ihren Stu­die­renden viele Dienst­leis­tungen online und erkannte das Spar­po­ten­zial, wenn die vielen gedruckten Heft­lein und Bücher, die die Uni­ver­sität als Info­ma­te­rial her­aus­gibt, online stehen als papieren ein­zu­stauben. So ver­schwanden nach und nach: erst das Tele­fon­buch der Uni­ver­si­täts­ver­wal­tung und dann im letzten Jahr auch das Vor­le­sungs­ver­zeichnis. Das der Auf­bruch ins vir­tu­elle Zeit­alter aber nicht bei jedem immer ankommt, war schon früh klar und die zu leis­tende Über­zeu­gungs­ar­beit war groß, dennoch schaffte man es auf die gedruckten Staub­fänger zu ver­zichten.
Doch nun heißt es Kom­mando zurück. Die Stab­stelle Kom­mu­ni­ka­tion hat sich auf den Weg gemacht, dem Tele­fon­buch der Uni­ver­si­täts­ver­wal­tung neues Leben ein­zu­hau­chen. Service für die Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter und für die externen Koope­ra­ti­ons­partner der Uni­ver­sität, so lautet die Ziel­stel­lung und die Schlag­worte dieser Reani­ma­tion. Nicht viel Geld soll es kosten, wird es doch in der Uni­dru­ckerei gefer­tigt und die Stück­zahl wird auch über­schaubar bleiben, aber es erleich­tert den uni­ver­si­tären Koope­ra­ti­ons­part­nern die Arbeit unge­mein. Warum diese das Elek­tro­ni­sche Per­so­nen­ver­zeichnis nicht nutzen können, so genau ließ sich das nicht erklären, aber es ist ein Projekt und deshalb ist es wichtig und wird umge­setzt.

Der Vor­schlag unter dem Gedanken des Ser­vices auch das Vor­le­sungs­ver­zeichnis wieder her­aus­zu­geben, schei­terte aber an der Uni­ver­wal­tung. Service ja aber nicht für jeden? Viele Tübinger beklagten sich, als sie weder beim Osi­ander noch in den anderen Buch­hand­lungen der Stadt ein Vor­le­sungs­ver­zeichnis fanden und erfuhren, dass es dies fortan nicht mehr geben sollte. Nun werden sich diese Tübinger, für die der Com­puter etwas für Kinder und Enkel ist, für den Hinweis bedanken, dass man die Vor­le­sungen ja auch online auf dem Campus-Portal nach­schauen kann. Für sie wird es auch wei­terhin keine Mög­lich­keit geben einfach und pro­blemlos her­aus­zu­finden, welche Vor­le­sungen sie inter­es­sieren. Schade, dass der Ser­vice­ge­danke beid er Uni­ver­wal­tung nicht soweit reicht.

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