Posted on Januar 19, 2010 in Neuigkeiten
Außenansicht des Clubhaus' aus den 50iger Jahren

Außen­an­sicht des Club­haus' aus den 50er Jahren

Ich freue mich natür­lich mit Ihnen, dass das Stu­den­ten­klub­haus nun fertig ist und seinem Zweck über­geben werden konnte. Ich bin auch über­zeugt, dass die Tübinger Stu­denten von Jahr zu Jahr besser erkennen werden, welche Mög­lich­keiten eine Stu­den­ten­klub­haus bietet und dass sie von diesen Mög­lich­keiten immer bes­seren Gebrauch machen werden.

So Dr. James B. Conant, Bot­schafter der Ver­ei­nigten Staaten von Amerika und Rektor Eme­ritus der Harvard Uni­ver­sity anläss­lich der fei­er­li­chen Übergabe des Club­hauses an die Tübinger Stu­die­renden am 7. Februar 1957.

Vor über 50 Jahren, im Oktober 1956, war der Bau des Club­hauses fertig und konnte den Stu­die­renden über­geben werden. Als Geschenk des ame­ri­ka­ni­schen Kon­gresses und des Landes Baden-Württemberg sollte dieses Gebäude den Stu­die­renden neue Frei­räume auf­schließen und ein Zeichen des Neu­an­fangs und der Abkehr vom Über­kom­menen sein. Doch die Jahre – und mitt­ler­weile ist es schon ein halbes Jahr­hun­dert – gehen auch an einem Gebäude nicht spurlos vorüber und so sieht man dem Club­haus die inten­sive Nutzung durch Stu­die­rende an.
Die Sanie­rung mit Pinsel und Farbe, Spachtel, Gips, Schrau­ben­zieher und Zange ist daher für die Räte­bau­b­ri­gade mitt­ler­weile zu einer regel­mä­ßigen Beschäf­ti­gung geworden.

In den letzten Wochen wurde so die Gestal­tung der Gänge und des groß­zügig gestal­teten Trep­pen­hauses vorangetrieben.

Bild des Treppenhauses des Clubhaus' mit einem Originalleuchter

Trep­pen­haus des Club­haus' mit einem Originalleuchter

Bereits im letzen Jahr konnte einer der ori­gi­nalen Leuchter aus den 50er Jahren wieder ange­bracht werden und stellt jetzt das Schmuck­stück des großen Trep­pen­hauses dar. Auch die drei Seminar- und Ver­an­stal­tungs­räume im Ober­ge­schoss des Club­hauses wurden in den letzten Jahren nach und nach reno­viert und wieder auf Vor­der­mann gebracht. Nunmehr stehen die drei Räume wieder für selbst­or­ga­ni­sierte Kon­fe­renzen, Schu­lungen und Podien zur Ver­fü­gung und werden dafür auch rege genutzt. Aber nicht nur dem wis­sen­schaft­li­chen oder gesell­schaft­li­chen Diskurs bieten diese Räume nunmehr wieder eine Platt­form, auch für sport­liche und kul­tu­relle Ver­an­stal­tungen, Thea­ter­auf­füh­rungen und Parties lassen sich die Räume nun wieder besser nutzen. Mit dem Musik­zimmer, in dem unter anderem für Stu­die­rende drei gespon­serte Kla­viere bereit­stehen, bietet sich auch die Gele­gen­heit, musi­sches Inter­esse aus­zu­leben.
Ein reiches Leben ent­faltet sich unter diesem großen Dach, so endete 1957 der Artikel in der Uni­ver­si­täts­zei­tung Attempto, um dann abzu­schließen: Wenn Häusern eine gesell­schafts­bil­dende Kraft inne­wohnt – hier kann sie wirken.

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