21. Januar 2010

Wissenschaftsminister Frankenberg im Dialog mit Studierenden

Wis­sen­schafts­mi­nister Fran­ken­berg im Dialog mit Studierenden.

Natalie Reinsch, als Tübinger Ver­tre­terin der Stu­die­renden, wird an der Bolo­gna­kon­fe­renz des Minis­ters für Wis­sen­schaft, For­schung und Kunst Peter Fran­ken­berg teil­nehmen. Im Rahmen der Beset­zungen, die im letzten Jahr deutsch­land­weit die Bil­dungs­land­schaft beein­flussten, sagte der Minister zu, über die Bolo­gna­re­form und die erfolgten Umstel­lungen noch einmal spre­chen zu wollen.
Tübingen wird durch Natalie sowohl im Rahmen des Forums I Bildung oder Aus­bil­dung (Was ist ein gutes Stu­di­en­pro­gramm) wie auch am Schluss­po­dium der Ver­an­stal­tung teil­nehmen und die Sicht der Stu­die­renden auf die neuen Abschlüsse, ihre Pro­bleme und den Nach­bes­se­rungs­be­darf ein­bringen. Natalie Reinsch ist eine enga­gierte Stu­dentin, die für die Fach­schaf­ten­voll­ver­samm­lung lange in der Stu­di­en­ge­büh­ren­kom­mis­sion die Belange der Stu­die­renden vertrat.

21. Januar 2010

Bild des Großen Senats

Zukünf­tiger Raum für die Stu­die­ren­den­ver­tre­tung? Der Große Senat in Tübingen.

Liebe Aktive des Bil­dungs­streiks und Inter­es­sierte in der uni­ver­si­tären Studierendenvertretung,

seit Dezember arbeitet unser Arbeits­kreis, der im Rahmen des Bil­dungs­streik ent­standen ist, an einer ver­bes­serten Struktur für die Tübinger Stu­die­ren­den­ver­tre­tung, vor allem auf uni­ver­si­tärer Ebene. In bisher vier Sit­zungen haben wir eine grund­le­gende Pro­blem­ana­lyse vor­ge­nommen, uns Grund­sätze für eine neue Struktur überlegt und etliche Modelle der Stu­die­ren­den­ver­tre­tung durch­ge­spielt – selbst aus­ge­dachte und real existierende.

In unserem nächsten Treffen werden wir einen Schritt wei­ter­gehen und konkret über­legen, wie wir das Tübinger System gestalten wollen. Deshalb möchten wir für das nächste Treffen auch noch­mals alle, die bisher nicht am AK teil­ge­nommen haben, zur Teil­nahme moti­vieren. Das nächste Treffen findet statt am

Mitt­woch, den 27.01.2010 um 18 Uhr s.t. im Club­haus, Sit­zungs­saal.
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10. Dezember 2009
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Stuttgart

Das Minis­te­rium für Wis­sen­schaft, For­schung und Kunst in Stuttgart

Am ver­gan­genen Dienstag trafen sich Stu­die­rende der baden-​​württembergischen Hoch­schulen mit Wis­sen­schafts­mi­nister Peter Fran­ken­berg im Minis­te­rium in Stutt­gart. Der Minister sah Bedarf, sich über die Pro­bleme der Umset­zung des Bolo­gna­ab­kom­mens zu infor­mieren und Anre­gungen für die heutige Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) zu holen. Für eine aus­führ­liche Aus­ein­an­der­set­zung mit den Folgen der sorg­losen Ein­füh­rung der neuen Stu­di­en­gänge  reichte das zwei­ein­halb­stün­dige Gespräch jedoch nicht. Fran­ken­berg sicherte weitere Treffen dieser Art zu. Stu­die­rende kris­ti­sieren, dass größere Pro­bleme ver­nach­läs­sigt werden.

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21. November 2009

Unsere Uni brennt – LMU München from Unsere Uni brennt on Vimeo.

20. November 2009
Kundgebung vor der neuen Aula

Kund­ge­bung vor der neuen Aula

Der bun­des­weite Aktonstag des Bil­dungs­streiks fand natür­lich auch in Tübingen statt und stand natür­lich vor allem im Zeichen der Kupferbau-​​Besetzung.– Die Schüler kamen fast etwas zu kurz.

Die Aktionen begannen mit einer Kund­ge­bung vor der Neuen Aula, mit Reden eines Stu­denten und einer Schü­lerin und Soli­da­ri­täts­be­kun­dungen des Deut­schen Gewerk­schafts­bundes und anderen. Fabian Ever­ding wies für die Orga­ni­sa­to­rInnen des Bil­dungs­streiks in Tübingen vor allem auf die Situa­tion an den Hoch­schulen hin und ver­deut­lichte, warum es sich auch für Tübinger Stu­die­rende lohnt sich an den vielen aktuell lau­fenden Aktionen zu betei­ligen. Danach wandte sich eine Ver­tre­terin der Schü­le­rInnen an die Zuhörer und pran­gerte die Situa­tion an den deut­schen Schulen an. Nicht erst seit dem Gym­na­sium in 8 Jahren (sog. “G8″) sei die Lage dra­ma­tisch schlechter geworden, auch die chro­ni­sche Unter­fi­nan­zie­rung der Schulen und die man­gelnde Aus­stat­tung machen den Schulen zu schaffen. Tobias Kaphegyi sprach für den DGB ein Gruß­wort und ermahnte dazu den Protest nicht ledig­lich auf den Bil­dungs­be­reich zu beschränken. In den Schulen und Uni­ver­si­täten werden seiner Meinung nach nur die Pro­bleme der Gesamt­ge­sell­schaft am deut­lichsten.
Pro­fessor Otto Rössler sprach im Namen der Pro­fes­so­ren­schaft ein Gruß­wort und bat die Stu­die­renden auch darum als wis­sen­schaft­li­cher Nach­wuchs Ver­ant­wor­tung für die For­schung und deren Folgen zu über­nehmen und sich für eine kri­ti­sche Wis­sen­schaft stark zu machen.

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17. November 2009

plenum_16.11_1 Nach einer Vor­le­sung im Rahmen des Studium Gene­rale blieben etwa die Hälfte der Zuhörer im Hörsaal 25 einfach sitzen. Bald wurde klar, warum. Banner wurden auf­ge­hängt, Stu­die­rende über­nahmen das Red­ner­pult und im Prinzip ging es weiter wie am Mitt­woch abend. Sogar Uni­rektor Engler erschien, begleitet von Pro­rek­torin Ste­fanie Gropper, zuständig für Studium und Lehre, sowie Kanzler und stell­ver­tre­tendem Kanzler. Rektor und Pro­rek­torin kamen gerade von einem Gespräch mit Stu­die­ren­den­ver­tre­tern – auf Nach­frage erläu­terte Engler, dass nur Ver­treter einer Fach­schaft und der FDP-​​nahen Libe­ralen Hoch­schul­gruppe (LHG) gekommen waren.

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15. November 2009
Der Kanzler fordert die Anwesenden auf, das Gebäude zu verlassen.

Der Kanzler fordert die Anwe­senden auf, das Gebäude zu verlassen.

Auf YouTube ist noch ein Video zur Räumung des HS 25 auf­ge­taucht. Es ist ziem­lich gut geschnitten und absolut empfehlenswert.

Obwohl die Besetzer nun also aus dem Kup­ferbau ent­fernt wurden, war man sich einig: Jetzt auf­zu­hören wäre schlicht falsch. Trotz der mas­siven Poli­zei­prä­senz bei der gest­rigen Demons­tra­tion wollen die Pro­tes­tie­renden weiter für ihre Sache kämpfen und sich dabei auch durch unge­wöhn­liche Aktionen und weiter Gehör ver­schaffen. Das Angebot des Rek­to­rats, sich mit den macht­losen Ver­te­tern im AStA zusam­men­zu­setzen, wurde nicht weiter dis­ku­tiert: Eine der immer wieder auf­ge­tauchten For­de­rungen war, eine Ver­fasste Stu­die­ren­den­schaft wie­der­ein­zu­führen. Hoch­schul­po­litik fällt nun schon seit über dreißig Jahren nicht mehr in den Zustän­dig­keits­be­reich des AStA – er wird deshalb auch lie­be­voll als KAStrA bezeichnet.

Versammlung im Clubhaus

Ver­samm­lung im Clubhaus

Während draußen vor dem Club­haus die Shuttle-​​Busse der SWR3-​​Party-​​Nacht vor­bei­fuhren, wurden drinnen Pläne geschmiedet, Aktionen geplant und Arbeits­kreise ein­ge­richtet, die die detail­lierte Planung wei­ter­führen werden. Einige Jour­na­listen und sicher auch der eine oder andere inter­es­sierte Ver­treter des Gewalt­mo­no­po­listen beob­ach­teten die Veranstaltung.

12. November 2009

Dem SWR sagten Sie ange­sichts der mas­siven Stu­die­ren­den­pro­teste in ganz Europa:

Nun die Stu­den­tinnen und Stu­denten erwarten, dass das, was jetzt in der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz ver­ein­bart wurde, auch umge­setzt wird. Sie brau­chen klare Signale, dass es Kor­rek­turen bei der neuen Stu­di­en­st­ruktur gibt, also Ent­schla­ckung der Stu­di­en­gänge, Ver­bes­se­rung von Mobi­lität. Also es ist einfach der Hinweis, dass jetzt klar werden muss, dass das, was jetzt beschlossen wurde, wird auch umgesetzt.

Das klingt jetzt zwar irgendwie ganz gut gemeint, aber das sind nun wirk­lich nicht die Dinge, die wir am drin­gendsten brau­chen. Zumal wir ja nur ahnen können, was für Sie die Schlacke im Lehr­plan ist. Schauen Sie sich doch viel­leicht die For­de­rungen der 270 000 Bil­dungs­streiker mal an:

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