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	<title>FSVV TÜBINGEN</title>
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	<description>Die Internetpräsenz der Fachschaftenvollversammlung an der Ernst-Bloch-Universtität</description>
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		<title>Stellungnahme zum VS-Gesetzentwurf</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 20:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verfasste Studierendenschaft kommt – der Gesetzesentwurf widerspricht in zentralen Punkten den Interessen der Studierenden: Warum das VS-Gesetz nicht wirklich ein Grund zu feiern ist Seit über 30 Jahren fordern Studierende in Baden-Württemberg die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft. Nun wird die grün-rote Landesregierung dieser Forderung nachkommen. Die Studierendenvertretungen sollen sich freuen, unsere Wissenschaftsministerin wünscht sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>
<p>Die Verfasste Studierendenschaft kommt – der Gesetzesentwurf widerspricht in zentralen Punkten den Interessen der Studierenden: Warum das VS-Gesetz nicht wirklich ein Grund zu feiern ist</p>
<p></strong></p>
<p>Seit über 30 Jahren fordern Studierende in Baden-Württemberg die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft. Nun wird die grün-rote Landesregierung dieser Forderung nachkommen. Die Studierendenvertretungen sollen sich freuen, unsere Wissenschaftsministerin wünscht sich von uns Enthusiasmus und Unterstützung. Warum uns das schwerfällt? Warum wir nicht in Feierlaune sind? Der Gesetzesentwurf zur Verfassten Studierendenschaft, der jetzt im Landtag diskutiert wird, hat mit unseren Vorstellungen von Selbstverwaltung und politischer Mitsprache weniger gemeinsam, als wir uns zu Beginn des Prozesses vorstellen konnten.<br />
Der Gesetzesentwurf widerspricht in zentralen Punkten den Interessen der Studierenden. Mehrere Stellungnahmen der Landesstudierendenvertretung, der grünen Hochschulgruppen, der LAG Hochschule und anderer Gruppen, die immer wieder die gleichen zentralen Probleme ansprechen, sind bis zuletzt seltsam unberücksichtigt geblieben.<br />
Im Anhörungsverfahren lud unsere Ministerin eine eigenwillig zusammengesetzte Auswahl von Studierenden nach Stuttgart, deren Zustandekommen uns unverständlich bleibt: Sie umfasste einerseits handverlesene Gruppen wie Greening the University und Arbeiterkind, die sich zuvor nie mit der Verfassten Studierendenschaft befasst hatten, und bildete andererseits die Haltung der Studierendenvertretungen im Land völlig verzerrt ab. Bitten um einen Anhörungstermin mit Vertreter_innen der Studierendenvertretungen aller Hochschulen wurden abgelehnt. Stattdessen eröffnete das Wissenschaftsministerium mit viel Wind um wenige Inhalte die Online-Plattform „wir-wollen-deinen-kopf.de“ – eine Anhörung im Facebook-Style, die keine differenzierte Diskussion ermöglichte. So wünschenswert das Einbeziehen einer breiten Öffentlichkeit und internetbasierte Beteiligungsformen auch sind: Wer meint, die „digital natives“-Generation ließe sich mit ein paar roten und grünen Däumchen zum Anklicken zufriedenstellen, irrt sich; und ein online eingeholtes Stimmungsbild kann direkte Gespräche mit Betroffenen ergänzen, aber nicht ersetzen.<br />
Nicht nur der politische Entscheidungsprozess, auch der Gesetzesentwurf irritiert. Er trägt ganz offensichtlich die Handschrift eines noch immer schwarz geprägten Ministeriums. An dieser Stelle können nur die wichtigsten Kritikpunkte Erwähnung finden:<br />
1. Das geplante Gesetz schließt offene Fachschaftsmodelle praktisch aus, da Wahlen durch Vollversammlungen nicht zugelassen werden. Die Entscheidung, ob Wahlen in Vollversammlungen stattfinden sollen, muss der Satzungshoheit der Studierendenschaften überantwortet werden.<br />
2. Ebenfalls in den Bereich der Satzungshoheit muss die Entscheidung fallen, ob die studentischen Gremienmitglieder, z.B. in Senat und Fakultätsrat, direkt gewählt oder durch Organe der Verfassten Studierendenschaft entsandt werden. Der Gesetzesentwurf schreibt eine Direktwahl vor.<br />
3. Neben Fragen, “die sich mit der gesellschaftlichen Aufgabenstellung der Hochschule, ihrem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung sowie mit der Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Abschätzung ihrer Folgen für die Gesellschaft und die Natur beschäftigen”, wie es im Gesetzesentwurf heißt, muss sich die Studierendenschaft auch zu solchen Fragen äußern können, die die Lebensumstände der Studierenden, die Mobilität und die Förderung des Erreichens der Ziele des Studiums betreffen.<br />
4. Der Zwang, einen Beauftragten für den Haushalt einzustellen, der die Befähigung für den gehobenen Verwaltungsdienst hat, bedeutet eine enorme finanzielle Belastung, die Studierendenschaften kaum tragen können. Die Kompetenz, den Haushalt einer Studierendenschaft zu führen, setzt keine Befähigung für den gehobenen Verwaltungsdienst voraus.<br />
5. Dass die Studierendenschaften ein Einvernehmen mit den Studentenwerken herstellen müssen, wenn sie Aufgaben wahrnehmen möchten, die auch das Studentenwerk wahrnimmt, schränkt die Möglichkeit der Studierendenschaften ein, sich für die sozialen Belange der Studierenden einzusetzen. Ein Benehmen mit den Studentenwerken muss ausreichen. Da die Studentenwerke für die sozialen Belange der Studierenden ein zentraler Verhandlungspartner sind, darf die Bestellung des/der Geschäftsführer_in eines Studentenwerks nicht ohne die Zustimmung der betroffenen Studierendenschaft(en) erfolgen.<br />
Wenn das Gesetz in seiner derzeitigen Form im Landtag beschlossen wird, kann unsere Feierlaune nicht besonders ausgeprägt sein. Die lange erhoffte Wiederherstellung studentischer Selbstverwaltung wäre auf halbem Wege stehengeblieben. So erfreulich die neuen Möglichkeiten im Rahmen der Verfassten Studierendenschaft wären – in letzter Konsequenz wären wir womöglich gezwungen, einen Teil unserer Arbeit weiterhin in unabhängige Modelle zu verlagern.</p>
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		<title>Clubhausfesttermine SoSe 2012</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 11:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier die Termine und Veranstaltendender Clubhausfeste im Sommersemester 2012: 26.4. FSen Informatik und Psychologie 03.5. FachschftenVollversammlung 10.5. FS Geschichte 24.5. FS Politik und AI HSG 14.6. freie FS Jura 21.6. GHG und FS Geoökologie 28.6. FS Geographie und EGEA 05.7. entfällt 12.7. Juso-HSG und Kupferblau 19.7. N.N. 26.7. Räte-Anlage]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></a>Hier die Termine und Veranstaltendender Clubhausfeste im Sommersemester 2012:</p>
<p><a href="http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2012/05/4198253.jpg"><img src="http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2012/05/4198253-300x225.jpg" alt="" title="Tanz vor dem Clubhaus * Foto: eszet" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-4293" /></a>26.4. 	FSen Informatik und Psychologie<br />
03.5. 	FachschftenVollversammlung<br />
10.5.	FS Geschichte<br />
24.5.	FS Politik und AI HSG<br />
14.6.	freie FS Jura<br />
21.6.	GHG und FS Geoökologie<br />
28.6.	FS Geographie und EGEA<br />
05.7.	entfällt<br />
12.7.	Juso-HSG und Kupferblau<br />
19.7.	N.N.<br />
26.7.	Räte-Anlage</p>
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		<title>Clubhausfeste im Sommersemester 2012</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 22:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon zu Beginn des letzten Wintersemesters konnten keine normalen Clubhausfeste mehr stattfinden, da der Uni-Leitung plötzlich klargeworden war, was alle schon seit zwei Jahren wußten: Das Clubhaus genügt nicht den hohen Brandschutzbestimmungen wie sie für einen Veranstaltungsort mit mehreren hundert Besuchern jede Woche gelten. Nachdem der große Saal im Clubhaus ab dem ersten Donnerstag des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p><a href="http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2012/04/4198239.jpg"><img src="http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2012/04/4198239-300x225.jpg" alt="" title="open air Anlage * Foto: eszet" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-4266" /></a>Schon zu Beginn des letzten Wintersemesters konnten keine normalen Clubhausfeste mehr stattfinden, da der Uni-Leitung plötzlich klargeworden war, was alle schon seit zwei Jahren wußten: Das Clubhaus genügt nicht den hohen Brandschutzbestimmungen wie sie für einen Veranstaltungsort mit mehreren hundert Besuchern jede Woche gelten.<br />
Nachdem der große Saal im Clubhaus ab dem ersten Donnerstag des Wintersemesters gesperrt bleiben mußte, verlegten die Studis ihre Parties einfach nach draußen. Einige Male feierte man auf dem Parkplatz des Rektorats, dann einmal hinter dem Hegelbau und einmal zog man auch mit mobilem Soundsystem zu einer spontanen Demo-Party in die Tübinger Altstadt. Die Uni-Leitung versprach daraufhin, zum Sommer werde man das Clubhaus baulich so umgestalten, dass dort Parties wieder möglich wären.</p>
<p>Nun hat am 16. April das Sommersemester begonnen, doch am letzten Donnerstag standen die Studis wieder draußen vor dem Clubhaus. Und innen drin im Clubhaus war außer den Toiletten alles abgesperrt. </p>
<p>Wir haben uns heute mit Timo von der Fachschaften-Vollversammlung im Clubhaus getroffen und wollten wisssen: Wie ist es denn jetzt mit den Clubhausfesten im Sommer? Was war am letzten Donnerstag los und wie geht es jetzt weiter?</p>
<p>[Aus der <a href="http://bmag.wueste-welle.de/2012/04/sendung-vom-23-04-2012/" target="_blank">Sendung vom 23.04.2012</a>]</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rätetä # 57 – Zur Geschichte der Verfassten Studierendenschaft</title>
		<link>http://www.fsrvv.de/2012/02/rateta-57-zur-geschichte-der-verfassten-studierendenschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 11:29:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GA</dc:creator>
				<category><![CDATA[AStA]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[So überraschend wie die neue Landesregierung an die Macht gekommen ist, so dürften die meisten Studierenden auch von den beiden sie direkt betreffenden Gesetzesänderungen überrascht worden sein. Erstens muss man ab dem kommenden Semester für das Grundrecht auf (universitäre) Bildung keine 500€ mehr bezahlen – und das, obwohl die großen Protestaktionen dagegen schon ein wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2012/02/Raetetae-final-1tv1.png"><img src="http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2012/02/Raetetae-final-1tv1.png" alt="" title="Raetetae-final-1tv" width="180" height="255" class="alignright size-full wp-image-4272" /></a></p>
<p>So überraschend wie die neue Landesregierung an die Macht gekommen ist, so dürften die meisten Studierenden auch von den beiden sie direkt betreffenden Gesetzesänderungen überrascht worden sein. Erstens muss man ab dem kommenden Semester für das Grundrecht auf (universitäre) Bildung keine 500€ mehr bezahlen – und das, obwohl die großen Protestaktionen dagegen schon ein wenig zurückliegen – und zweitens kommt die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft. Die Protestakte gegen deren Abschaffung greifen noch einmal weiter in die Vergangenheit zurück und sind durch ihre institutionalisierte Form zum Teil gar nicht mehr als solche erkennbar gewesen.</p>
<p><span id="more-4239"></span><br />
Im Jahr 1977 wurde der Zuständigkeitsbereich des AStA im Landeshochschulgesetz auf die „Förderung der sozialen, geistigen, musischen und sportlichen Belange der Studierenden“ beschränkt. Damit einher ging der Wegfall der 3 zentralen Forderungen der Studierenden:</p>
<li>Die Satzungsautonomie: Sie bedeutet die Freiheit darüber zu entscheiden, wie man sich als Studierendenvertretung organisieren möchte: Ob man z.B. seinen AStA Vertreter_innen für ein Jahr das Vertrauen aussprechen möchte, dass sie die Interessen der Studierenden adäquat vertreten, oder ob es ein Modell mit Fachschaftsrückbindung geben soll, wie es zur Zeit in der FSVV praktiziert wird, bei dem man sich wöchentlich in die Entscheidungsfindung einmischen kann.</li>
<li>Die Finanzautonomie: Sie ist zum einen die Freiheit, als AStA Gebühren von den Studierenden zu erheben, um die eigene Arbeit zu finanzieren (meist 5-13€ pro Semester), und zum anderen die Freiheit, selber über die Verteilung dieser Mittel zu bestimmen, ohne dass der Rektor das letzte Wort darüber hat.</li>
<li>Das allgemein-politische Mandat: Momentan darf der AStA sich nicht politisch äußern. Er ist zum Schweigen verpflichtet, wenn es um die Studierenden direkt betreffende Themen wie Studiengebühren geht. Er darf sich aber auch nicht z.B. gegen einen Naziaufmarsch in der Stadt positionieren.</li>
<p>Was die Rückgewinnung dieser drei Freiheiten in Tübingen bedeuten wird, ist schwierig zu sagen, gehören ihr Fehlen und die institutionalisierten Protestformen, wie die FSVV, doch zur alltäglichen Normalität. Vielleicht hilft ein Blick in die Vergangenheit, um zu verstehen, was die Verfasste Studierendenschaft ausmacht, und um eine Idee für die konkrete Utopie der Zukunft zu gewinnen.</p>
<p>Auch wenn es 1821-1825 wohl schon den ersten AStA der „deutschen“ Geschichte in Tübingen gegeben haben soll, startet diese Betrachtung in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Filme wie der „Der Vorleser“ vermitteln meiner Ansicht nach eindrucksvoll, was Nachkriegszeit an Universitäten in der Bundesrepublik bedeutete. Wo personelle Konstanten seit dem NS-Regime und Debatten um Wiederbewaffnung die Diskussion prägten, war ein „Ende der Geschichte“ weder abseh- noch vorstellbar. Aus diesem Kontext heraus hat der Wunsch nach einer unabhängigen Studierendenvertretung, u.a. um Meinungsbildungsprozessen einen geschützten Raum zu bieten, eine eigene Qualität.</p>
<p>1970 gab sich die Tübinger Studierendenschaft zum ersten Mal eine eigene Verfassung, die die Vollversammlung aller Studierenden als höchste Instanz ihrer Arbeit festlegte und sich mit Hilfe der Rückbindung an die Fachschaften auf einer breiten Basis verankern wollte. Diese gezogenen Lehren aus der „deutschen“ Geschichte wurden von regierender Seite meistens nicht als friedenssichernde Maßnahmen verstanden. Wo der „Kalte Krieg“ in den Köpfen tobte, wurde die Einbindung einer breiten Basis schnell mit dem „Klassenfeind“ verbunden, und so wurden mit dem ’73er Landeshochschulgesetz die studentischen Vollversammlungen und die Fachschaftsrückbindung verboten. Um dieses Verbot zu umgehen, wurde die FachschaftsräteVollversammlung geschaffen.</p>
<p>Die Studienvertretung war in den folgenden Jahren nicht gerade handzahm. Als insbesondere die Naturwissenschaftler_innen für verbrauchte Chemikalien und anderes „Ersatzgelder“ zahlen sollten, konnte ein groß angelegter Rückmeldeboykott organisiert werden. 1976 kandidierte dann Hans Filbinger erneut als Ministerpräsident des Landes unter dem Motto „Freiheit statt Sozialismus“ und erlangte mit 56,7 Prozent den bis heute größten CDU-Wahlerfolg in der Bundesrepublik. Bestärkt durch dieses Wahlergebnis konnte die Landesregierung 1977 die oben geschilderte Beschränkung der ASten durchsetzten, war für die Mehrheitsgesellschaft doch klar, dass von den Universitäten gleichermaßen sexuelle Verwahrlosung wie RAF-Terrorismus ausginge. Ein Jahr später musste Filbinger von seinem Amt zurücktreten, da seine Rolle als „Hitlers Marinerichter“ bekannt wurde. Filbinger ging, doch der AStA blieb das, was er (nicht) ist, bis heute.</p>
<p>Mit dem Gesetz von ’77 war die FSRVV nicht mehr nur eine Plattform zur Koordination, sondern die Tübinger Variante einer unabhängigen Studierendenvertretung. Indem die Liste der Fachschaften bzw. Liste zum Aufbau einer Unabhängigen Studierendenvertretung (LAUS) die Mehrheit im AStA gewann, konnte die Arbeit dort auf Formalia beschränkt werden. Inhaltliches wurde in die FSRVV verlagert, die sich weiterhin selber eine Satzung geben kann, sich politisch äußern darf und über ihre (geringen) Mittel frei verfügt.</p>
<p>Diese Struktur besteht bis heute. Die FSRVV tagt weiter jeden Montag um 18:00. Sie hat offiziell das „R“ in ihrer Mitte verloren, nicht wegen eines Naziministerpräsidenten, sondern weil die Studierenden aus dem Namen des „Räte“-Systems etwas Altbackenes herausgehört haben – auch wenn sie dieses System weiterhin praktizieren. In Folge des Bildungsstreiks ist die FSVV zur Erweiterten FSVV gewachsen, in der nicht mehr nur die Fachschaften unter sich sind, sondern auch die Hochschulpolitischen Gruppen mit 2 Delegierten gleichberechtigt vertreten sind. Diese Erweiterte FSVV hat der Arbeitskreis zur Zukunft der Tübinger Studierendenvertretung versucht, mit einer ausgereiften Satzung zu versehen, um Doppelstrukturen mit dem rudimentären AStA zu vermeiden. Diese Arbeit der letzten Jahre muss neu gedacht werden, da man nun nicht mehr die beschränkenden gesetzlichen Vorgaben unterwandern, sondern selber offizielle Vorgaben mit ausarbeiten muss.</p>
<p>Wie die konkrete Utopie für die Zukunft der Verfassten Studierendenschaft aussieht, muss jede_r selber ersinnen – mit Blick auf Vergangenheit und Gegenwart. Vielleicht wird es in Zukunft keine studentische Vollversammlung mit 2000 Leuten in der Mensa geben, sondern riesige Open Space Veranstaltungen oder doch lieber eine Asamblea um die Sprache der Occupy Bewegung aufzunehmen?</p>
<p>aus dem <a href='http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2012/02/Raetetae_print.pdf'>Rätetä #57</a>, Januar 2012</p>
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		<title>Das erste Kupferbaufest</title>
		<link>http://www.fsrvv.de/2011/12/das-erste-kupferbaufest/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 00:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag den 15. Dezember 2011 fand zum ersten mal ein Kupferbaufest als Ersatzveranstaltung für die Clubhausfeste statt, da der großer Saal des Clubhauses seit diesem Semester bis auf weiteres gesperrt ist. Einen Überblick über das erste offizielle Keinclubhausfest liefert das Bildungsmagazin der Wüsten Wellen durch ein Interview mit Timo von der Fachschaftenvollversammlung:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2011/12/eszet_A216610.jpg"><img src="http://www.fsrvv.de/wp-content/uploads/2011/12/eszet_A216610-300x225.jpg" alt="" title="Mobiles Soundsystem * Foto: eszet" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-4215" /></a>
<p>Am Donnerstag den 15. Dezember 2011 fand zum ersten mal ein Kupferbaufest als Ersatzveranstaltung für die Clubhausfeste statt, da der großer Saal des Clubhauses seit diesem Semester bis auf weiteres gesperrt ist. Einen Überblick über das erste offizielle Keinclubhausfest liefert das <a href="http://radio.ernst-bloch-uni.de" target="_blank">Bildungsmagazin</a> der Wüsten Wellen durch ein Interview mit Timo von der Fachschaftenvollversammlung:</p>

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		<title>Alternativer Dies Universitatis Do, 13. Oktober</title>
		<link>http://www.fsrvv.de/2011/10/alternativer-dies-universitatis-do-13-oktober/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 17:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GA</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch dieses Jahr wird parallel zum “offiziellen” Dies Universitatis, wieder ein Altiernativer Dies Universiatis (AlDi) im Clubhaus stattfinden – garantiert bunter, weil ohne Farben. Das vorläufige Programm sieht wie folgt aus: 15:00 Aufbau der Infostände etc. (Aufbau auch ohne Anmeldung möglich!) 15:30 Protestmarsch der Tübinger Sozial- und Gesundheitsvereine vom Europaplatz aus gegen die geplanten städtischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch dieses Jahr wird parallel zum “offiziellen” Dies Universitatis, wieder ein Altiernativer Dies Universiatis (AlDi) im Clubhaus stattfinden – garantiert bunter, weil ohne Farben. Das vorläufige Programm sieht wie folgt aus:</p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 240px"><img alt="Grußkarte zum AlDi" src="http://s14.directupload.net/images/111007/wsoi7xso.gif" title="Grußkarte zum AlDi" width="225" height="330" /><p class="wp-caption-text">Grußkarte zum AlDi</p></div><br />
15:00 <strong>Aufbau</strong> der Infostände etc. (Aufbau auch ohne Anmeldung möglich!)</p>
<p>15:30 <a href="http://www.sozialforum-tuebingen.de/index.php?menuid=22">Protestmarsch</a> der Tübinger Sozial- und Gesundheitsvereine vom Europaplatz aus gegen die geplanten städtischen Zuschusskürzungen!</p>
<p>15:30 <strong>Eröffnung </strong>der Infostände von kulturellen, politischen und sozialen Gruppen aus Tübingen. </p>
<p>16:00 – 20:00 <strong>Filmlounge</strong> im Musikzimmer mit “Der Untertan”, “Keine Schonzeit für Füchse” und weiteren Kurzfilmen</p>
<p>16:00 – 18:00 Liveübertragung der <strong>Wüste Welle</strong> </p>
<p>16:30 <strong> Kurzvortrag zur Zivilklausel</strong> immer wieder entbrennt die Diskussion darüber, was es heißt, wenn die Uni nicht “militärisch” forscht und lehrt</p>
<p>17:00 <strong>Einführung in die Verbindungskritik </strong> mit Jörg Kronauer, Autor von “Studentenverbindungen in Deutschland” aus dem Unrast Verlag </p>
<p>18:00 <strong>Abendessen</strong>: Essenskisten-Verkochung von der aktion asyl tübingen – Essenskisten weg!</p>
<p>19:30 Abbau der Infostände </p>
<p>21:00 erstes <strong>Clubhausfest</strong> im Semester von der FachschaftenVollversammlung, Oikos und der UN HSG – Eintritt frei </p>
<blockquote><p>Kunst kann in einem Bild die Kri­tik dar­stel­len, derer es et­li­cher Worte be­dürfte. Der Grund, dass ihr diese Karte in der Hand hal­tet, ist nicht etwa, dass der Rek­tor ein Ver­bin­dungs­stu­dent ge­we­sen wäre. Das korporierte Farbentragen der Tübinger Verbingungen am “offiziellen” Dies Universitatis ist unsere Hauptkritik am Rektorat an diesem Tag. Deshalb bieten wir allen Gruppen, die auch ein Problem mit diesem Hofieren haben, im Klubhaus eine alternative Plattform, um sich vorzustellen.</p>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme zu Juniordozenturen</title>
		<link>http://www.fsrvv.de/2011/08/stellungnahme-zu-juniordozenturen/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 16:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GA</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fsrvv.de/?p=4078</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrte Senator_innen, sehr geehrtes Rektorat, zum ersten Mal sind an der Universität Tübingen sieben W1-Juniordozenturen ausgeschrieben worden (vgl. Drs. 80 zur Senatssitzung am 21.7.2011). Nach ersten Informationen in der Strukturkommission sollten es sogar 8 Stellen sein, die ein Lehrdeputat von 8 SWS bekommen sollten. Es ist aber in §2 (1), 4. der Lehrverpflichtungsverordnung (LVVO) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Senator_innen, sehr geehrtes Rektorat,</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/zdp/4785582756/"><img alt="" src="http://farm5.static.flickr.com/4077/4785582756_37dfba72cb.jpg" title="&quot;Neue Aula&quot; by loewez  - CC (a-nc-sa)" class="alignright" width="330" height="200" /></a></p>
<p>zum ersten Mal sind an der Universität Tübingen sieben W1-Juniordozenturen ausgeschrieben worden (vgl. Drs. 80 zur Senatssitzung am 21.7.2011). Nach ersten Informationen in der Strukturkommission sollten es sogar 8 Stellen sein, die ein Lehrdeputat von 8 SWS bekommen sollten. Es ist aber in §2 (1), 4. der  Lehrverpflichtungsverordnung (LVVO) des Landes festgelegt, dass Juniordozent_innen nach §51a des Landeshochschulgesetzes (LHG) mindestens 12 SWS Lehre leisten müssen und wir gehen daher davon aus, das man mit dieser Untergrenze arbeiten wird.</p>
<p><span id="more-4078"></span></p>
<p>Die Ausschreibungen der Juniordozenturen sind auch universitätsintern erst mit ihrer Veröffentlichung auf der Universitäts-Homepage bekannt geworden. Die in §19 (1), 6. des LHG  vorgeschriebene Stellungnahme des Senats zur Funktionsbeschreibung der Stellen wurde nicht eingeholt.</p>
<p>Die im vorhinein übergangene universitäts-interne Debatte zum Thema Juniordozenturen möchten wir als Studierende, wissenschaftliche und nicht wissenschaftliche Mitarbeiter_innen nun wenigstens im Nachhinein anstoßen und so Klarheit über den Umgang mit solchen Stellen und auch den zukünftigen Stelleninhaber_innen schaffen.</p>
<p>Zunächst möchten wir klarstellen, dass wir die Einwerbung von Mitteln für die Lehre – in diesem Fall aus einem zeitlich begrenzten Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) – grundsätzlich begrüßen und auch die Notwendigkeit einer weiteren Stützung von Grundlehre und Propädeutika sehen. Gleichzeitig sehen wir aber auch einige kritische Punkte, die unserer Meinung nach eigentlich einer vorherigen Klärung in einer ergebnisoffenen Debatte bedurft hätten, bevor man überhaupt über die Nutzung des Stellentyps “Juniordozentur” nachdenkt. Daher wollen wir zumindest unseren Standpunkt darlegen und formulieren, was bei einer Nutzung von Juniordozenturen auf jeden Fall beachtet werden muss.</p>
<p>Wir fordern zunächst, dass Lehre und Forschung eine gleiche Behandlung erfahren. Das bedeutet für uns, dass eine Juniordozentur genauso behandelt wird wie eine Juniorprofessur. Insbesondere muss auch die Ausschreibung von Juniordozenturen in der Strukturkommission diskutiert und vom Senat hierzu explizit Stellung genommen werden. Die Auswahl hat in einer von allen Gruppen besetzten Kommission analog einer Berufungskommission stattzufinden. Darüber hinaus sollte für eine Juniordozentur ebenso wie für eine Juniorprofessur oder jede andere zeitlich befristete Professur (Stiftungsprofessuren, BMBF-Programme etc.) eine dauerhafte Perspektive an der Universität ermöglicht werden. Dazu gehört, dass das Rektorat, wie sonst auch üblich, von den Fachbereichen bzw. Fakultäten verlangt, eine Stelle zur Ablösung zu benennen. Dazu gibt es in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät bereits einen entsprechenden Beschluss, im Sinne einer Gleichbehandlung möchten wir nochmals auf ein aktives Nachfragen von Seiten des Rektorats hinwirken. Ebenso gehört für uns zur Gleichbehandlung von Lehre und Forschung, dass Juniordozent_innen selbstverständlich – wie alle anderen Hochschullehrer_innen auch – in die Strukturen von Fachbereich, Fakultät und gesamter Universität eingebunden werden.</p>
<p>Als zweiten kritischen Punkt sehen wir, dass Juniordozenturen eigentlich als Qualifikationsstellen für Hochschuldozenturen gedacht sind, d.h. für analoge Dauerstellen mit einem Lehrdeputat von 12 bis 18 SWS. Diese Stellen gibt es aber faktisch nicht, eine dauerhafte Perspektive bietet sich Juniordozent_innen also nur, wenn sie sich neben der Lehre auch in der Forschung weiterhin (bis hin zu einer Habilitation) qualifizieren können. Dazu muss unserer Meinung nach eine Anschlussmöglichkeit an eine Arbeitsgruppe gewährleistet werden, d.h. Infrastruktur muss genutzt und Forschungsarbeit diskutiert werden können. Außerdem muss sichergestellt sein, dass für die Betreuung von Tutorien und die Korrektur von Übungen, Hausarbeiten und Klausuren Hilfskraft-Mittel zur Verfügung stehen, damit Forschung auch zeitlich ermöglicht wird.</p>
<p>Als dritten Punkt sehen wir die Form der Ausschreibung – insbesondere der beigelegten – kritisch. Hier werden für sechs vollkommen verschiedene Bereiche Stellen ausgeschrieben, ohne klarzustellen, was fachlich genau abzudecken ist, wie die Aufgaben der einzelnen Stellen konkret aussehen werden und wie viel Lehre jeweils zu leisten sein wird. Genau das sind aber Kriterien, die erwähnt werden müssten, um sinnvolle Bewerbungen überhaupt erst möglich zu machen. Wie fordern daher in Zukunft einzelne Ausschreibungen für jede Stelle, in denen statt diverser nichtssagender Füllwörter (“Innovationsfreude” etc.) ein klares Aufgaben- und Anforderungsprofil formuliert wird und Anschlussmöglichkeiten in Lehre und Forschung aufgezeigt werden.</p>
<p>Wir fordern also den Senat und das Rektorat auf:</p>
<p>(1) eine ernsthafte Diskussion zu führen, ob Juniordozenturen überhaupt für die Lehre dauerhaft sinnvoll sind;<br />
(2) so sie eingerichtet werden, diesen Schritt dann in der Form ernst zu nehmen, dass die Lehre auf allen Ebenen mit der Forschung gleichgestellt wird;<br />
(3) sich konkrete Gedanken um die Zukunftsperspektive der Juniordozent_innen über die Befristung ihrer Stelle hinaus zu machen;<br />
(4) eine Weiterqualifizierung auf dieser Qualifikationsstelle auch wirklich zu ermöglichen, was an einer Universität Lehre UND Forschung beinhaltet;<br />
(5) mit all den bereits genannten Maßnahmen und einer sinnvollen Ausschreibung eine bestmögliche Besetzung der Stellen zu ermöglichen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Michael Bonin<br />
Alexandra Förster<br />
Daniel Gottschall<br />
Susanne Hempel<br />
Nina Klett<br />
Doris Kloos<br />
Heike Moser<br />
Joachim Ostwald<br />
Sonja Völker</p>
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		<title>Stellungnahme zu den  Änderungen des Senats an der Berufungsliste für die Professur für Gegenwartsliteratur am Deutschen Seminar</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 14:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gremien]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fachschaftenvollversammlung nimmt hiermit Stellung zu den Änderungen des Senats an der Berufungsliste für die Professur für Gegenwartsliteratur am Deutschen Seminar: Wir halten die Änderungen des Senats und Rektorats an der Liste für kritikwürdig. Die in der Berufungskommission des Deutschen Seminars erstellte Liste enthielt nach Ansicht aller qualifizierten Beteiligten drei hochkarätige Bewerber_innen, die auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fachschaftenvollversammlung nimmt hiermit Stellung zu den Änderungen des Senats an der Berufungsliste für die Professur für Gegenwartsliteratur am Deutschen Seminar:</p>
<p>Wir halten die Änderungen des Senats und Rektorats an der Liste für kritikwürdig. Die in der Berufungskommission des Deutschen Seminars erstellte Liste enthielt nach Ansicht aller qualifizierten Beteiligten drei hochkarätige Bewerber_innen, die auf die ausgeschriebene Professur und in das Profil der renommierten Tübinger Germanistik gepasst hätten. Die Kürzung der Liste bedeutet nun, dass die Chancen, die vakante Stelle zum nächsten Semester zu besetzen, deutlich sinken. Es muss dabei beachtet werden, dass der einzige verbliebene Kandidat stark umworben ist. Zudem ist die Ausstattung des ausgeschriebenen Lehrstuhls problematisch.</p>
<p>Eine andauernde Vakanz des Lehrstuhls würde sowohl die Qualität der Lehre als auch das Forschungsprofil der Tübinger Germanistik schwächen. Wir schließen uns deshalb dem Protest von Berufungskommission, Seminar und Fakultät an und kritisieren die Entscheidung des Senats, zwei Namen aus der vorgelegten Berufungsliste zu streichen.<br />
<span id="more-4072"></span><br />
Den vorliegenden Einzelfall möchten wir darüber hinaus zum Anlass für eine grundsätzliche Positionierung der Studierendenvertretung zur Rolle des Senats in Berufungsverfahren nehmen.</p>
<p>Das einzig sinnvolle Verfahren bei der Besetzung einer Professur ist die Bildung einer fachbezogenen Berufungskommission, die sich in die gefragte Thematik und vor allem in die Qualifikation der Bewerber intensiv einarbeitet. Die Ergebnisse der Kommission werden zwar mit gutem Grund von Fakultätsrat und Senat kontrolliert. Diese übergeordneten Gremien dürfen jedoch nur in gut begründeten Ausnahmefällen von ihrem Recht Gebrauch machen, eine vorgelegte Berufungsliste zu ändern. Ein solcher Fall ist insbesondere dann gegeben, wenn der Verdacht besteht, dass persönliche Interessen oder andere nicht fachbezogene Faktoren die Entscheidung einer Berufungskommission beeinflusst haben. Hier müssen die übergeordneten Gremien einschreiten.</p>
<p>Von einer inhaltlichen Diskussion um die fachliche Eignung der Bewerber_innen – wie im vorliegenden Fall geschehen – sollten Fakultätsrat und Senat jedoch Abstand nehmen. Die fachliche Kompetenz, die Eignung und Passung einzelner Wissenschaftler_innen zu beurteilen, ist in aller Regel nur in der Berufungskommission gegeben, die im Wesentlichen aus Vertreter_innen des betroffenen Faches zusammengesetzt ist.</p>
<p>Wir fordern daher die Mitglieder des Senats auf, sich künftig auf ihre Rolle als formale Kontrollinstanz zu beschränken und sich in Fragen nach der fachlichen Eignung einzelner Bewerber_innen zurückzuhalten.</p>
<p>Das Argument, Bewerber_innen ab einem bestimmten Alter seien allein aus Altersgründen nicht berufbar, lehnen wir ab. Es mag sein, dass auf übergeordneter Ebene die Auffassung besteht, man könne Altersgründe zur Grundlage für die Ablehnung qualifizierter Bewerber_innen machen. Dies sollte für den Senat jedoch kein Grund sein, in vorauseilendem Gehorsam Bewerber_innen ab einem bestimmten Alter aus Berufungslisten zu streichen.</p>
<p>die Fachschaftenvollversammlung</p>
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		<title>Zum letzten Mal Studiengebühren!</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 09:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren und Wiedereinführung einer Verfassten Studierendenschaft: Diese beiden zentralen Anliegen der Studierendenvertretungen in Baden-Württemberg sind in den Wahlprogrammen der künftigen Regierungsparteien zu finden. Die Abschaffung der Studiengebühren ist zum Wintersemester 2010/11 geplant, die Gelder sollen den Hochschulen aus dem Landeshaushalt ersetzt werden – auch wenn sich einige der baden-württembergischen Rektoren skeptisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Abschaffung der allgemeinen <a href="/studiengebuhren/">Studiengebühren</a> und Wiedereinführung einer <a href="/verfasste-studierendenschaft/">Verfassten Studierendenschaft</a>: Diese beiden zentralen Anliegen der Studierendenvertretungen in Baden-Württemberg sind in den Wahlprogrammen der künftigen Regierungsparteien zu finden. Die Abschaffung der Studiengebühren ist zum Wintersemester 2010/11 geplant, die Gelder sollen den Hochschulen aus dem Landeshaushalt ersetzt werden – auch wenn sich einige der baden-württembergischen Rektoren <a href="http://www.zeit.de/wissen/2011-03/studiengebuehr-baden-wuerttemberg">skeptisch äußerten</a>. Im Gespräch sind 135 Mio Euro im Jahr, die bisher durch Gebühren eingenommen wurden. Nebenbei: Teilt man diese Zahl durch die <a href="http://www.statistikportal.de/BildungKultur/Landesdaten/studInsgg.asp">Studierendenzahlen</a>, kann man feststellen, dass durchschnittlich weniger als 250€ pro Studierendem auch bei den Hochschulen ankommen. Wenn der Landtag also die allgemeinen Studiengebühren abschaffen sollte, sind Bayern und Niedersachsen die einzigen Länder, die noch daran festhalten. Übrigens geht es nur um allgemeine Studiengebühren für ein Erststudium bis zur Promotion. Über andere Studienarten wird weiter nicht gesprochen.</p>
<p>Dass die Verfassten Studierendenschaften immer noch nicht wiedereingeführt wurden, ist ein Relikt aus der Zeit der Studentenproteste. Noch im Februar 2011 begründete die CDU ihre Dagegen-Haltung damit, dass bei einem allgemeinpolitischen Mandat “extremistische, demokratiefeindliche Resolutionen” drohten “und nur noch in Ausnahmefällen Stellungnahmen zur Hochschulpolitik und konkret zu der Hochschule” abgegeben werden. (<a href="http://www.landtag-bw.de/dokumente/plenarprotokolle/index.asp">Landtagsprotokoll vom 3.2.2011</a>.) Die grüne und die rote Fraktion haben mit Verweis auf fast alle anderen Bundesländer da weniger Bedenken und wollen den seit 30 Jahren geltenden “Ausnahmezustand” an den Hochschulen (Grüne) endlich beenden. </p>
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		<title>Tübingen doch bald Eliteuni?</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 15:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Universität Tübingen ist bei der Vorentscheidung zur nächsten Runde der Exzellenzinitiative erfolgreich! In allen drei Förderlinie setzten sich die Anträge der Uni Tübingen durch. Zwei Anträge aus Tübingen zu Graduiertenschulen, ein weiterer zu einem neuen Exzellenzcluster und das universitäre Zukunftskonzept werden vom Wissenschaftsrat und von der DFG als so ambitioniert angesehen, dass die Universität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität Tübingen ist bei der Vorentscheidung zur nächsten Runde der Exzellenzinitiative erfolgreich! In allen drei Förderlinie setzten sich die Anträge der Uni Tübingen durch. Zwei Anträge aus Tübingen zu Graduiertenschulen, ein weiterer zu einem neuen Exzellenzcluster und das universitäre Zukunftskonzept werden vom Wissenschaftsrat und von der DFG als so ambitioniert angesehen, dass die Universität die Chance erhält, in der endgültigen Auswahlrunde um die Förderung einzutreten.<br />
Eingereicht wurden Anträge für 107 Exzellenzcluster, 98 Graduiertenschulen und 22 universitäre Zukunftskonzepte, nach der Vorauswahl bleiben davon 25 Neubewerbungen für Graduiertenschulen, 27 Neubewerbungen für Exzellenzcluster und sieben Neubewerbungen für Zukunftskonzepte. In allen drei Feldern ist die Uni Tübingen dabei und hat dank der Einladung in die Runde der vielversprechenden Zukunftskonzepte sogar  die Chance auf den Elitestatus. Also gibt es vielleicht bald den heißbegehrten Titel Eliteuniversität für die fünfte Hochschule in Baden-Württemberg?<br />
Bis zum 1. September 2011 bleibt der Universität Tübingen nun Zeit ihre ausführlichen Förderanträge einzureichen und die Antragsskizzen zu konkretisieren. Bis zum selben Zeitpunkt sollen die bereits geförderten Einrichtungen ihre Anträge auf Fortsetzung der Förderung stellen. Bisher werden 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzclustern und neun Zukunftskonzepte mit 1,9 Milliarden Euro bereits seit 2006 beziehungsweise 2007 unterstützt. Diese Anträge werden auch nunmehr in direkte Konnkurrenz mit den Neubewerbungen treten. Alle Förder- und Fortsetzungsanträge werden dann bis zum Frühjahr 2012 begutachtet. Im Sommer 2012 soll dann die endgültige Entscheidung über die eingereichten Anträge erfolgen. Ob die Universität Tübingen dann noch einmal so erfolgreich sein wird, hängt nicht zuletzt von dem Weg der Erstellung der Vollanträge ab. Aus studentischer Sicht, muss hier der Senat stärker als bisher einbezogen werden, damit auch die Belange der Lehre angemessen berücksichtigt werden. Denn daran krankt im Moment noch die Exzellenzinitiative, dass der Fokus bisher zu sehr auf die Forschung gerichtet ist.</p>
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