Informationsveranstaltung zum Campus der Zukunft

Siegerentwurf zur Planung des Campus der ZukunftAm 20. Oktober lädt die Bürgerinitiative Univiertel Wilhelmstraße ab 20:00 Uhr ins Bürgerheim in der Schmiedtorstr. 2 ein. Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Pläne für den Campus der Zukunft diskutiert und eine bürgerschaftliche Kritik daran und am bisherigen Diskussionsprozess geübt werden.

Alternativer Dies Universitatis

Am ersten Donnerstag im Semester findet im Clubhaus traditionell der „Alternative Dies“ statt.
Der „AlDi“ ist eine Plattform für politische, musische, sportliche und sonstige Gruppen, die sich zu Beginn des Semesters den neuen Studierenden vorstellen möchten.

Abmahnung für Stuwe-Geschäftsführer

Wie SWR und Tagblatt übereinstimmend berichteten ist der Geschäftsführer des Studentenwerks, Oliver Schill, nun auch dienstrechtlich für die von ihm begangene Straftat belangt worden. Schill hatte einen vertraulichen Brief an einen Mitarbeiter der psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks geöffnet; in der Folge akzeptierte er einen Strafbefehl über 3000 Euro.
Gemäß der Recherchen des SWR wurde Schill nun zudem vom Verwaltungsrats­vorsitzdenden (Unirektor Bernd Engler) abgemahnt.

Neuer AStA-Vorstand gewählt.

Sitzverteilung des AStA 2009/2010
Sitzverteilung des AStA 2009/2010

Eingeladen von der Prorektorin für Studium, Studierende und Lehre Professor Dr. Stefanie Gropper, konstituierte sich heute morgen der AStA für die Wahlperiode 2009/2010.
Nachdem aus den Universitätswahlen am 30. Juni und 1. Juli die GHG als stärkste Gruppe hervorgegenagen ist, war es auch an ihr, den Vorsitzenden zu benennen. Zum neuen Vorsitzenden wurde Benjamin Dietrich (Jura, Informatik) gewählt. Er wird ab dem 1. Oktober – dem offiziellen Beginn der Amtszeit – dem Gremium vorstehen. Als erster Stellvertreter wurde Franz Füg von der Fachschaftenvollversammlung gewählt. Als zweitstärkste Gruppe war es an der FSVV, diesen Platz zu besetzen. Franz, der Politik und Geographie studiert, war bereits Mitglied in der Studiengebührenkommission und kann entsprechende Erfahrung und Kompetenzen in den Vorstand einbringen.

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Verfahren vor dem Amtsgericht wegen der Mieterhöhung beim Studentenwerk

Die richtende Justitia über einem Sitzungssal im Amts- und Landgericht in Tübingen Das Interesse war groß und scheinbar ahnte die Richterin am Amtsgericht am letzten Dienstag das schon, denn von einem Sitzungssaal im Untergeschoss, der drei Besuchern Platz geboten hätte, wurde die Verhandlung in einen größeren Saal verlegt. Doch auch der reichte nicht und als die 25 Plätze belegt waren, mussten immer noch einige Studierende vor der Tür bleiben.
Was zog die Studierenden an einem Dienstag Vormittag zur besten Mensazeit in das Amtsgericht in die Doblerstraße?
3 C 572/09, so der unspektakuläre Aushang am Gerichtssaal, doch die Beklagte in diesem Verfahren vor dem Amtsgericht Tübingen war das Studentenwerk Tübingen-Hohenheim und der Streitgegenstand die Mieterhöhung, die zum 1. Januar durchgesetzt werden sollte. Und da von dieser Mieterhöhung in Tübingen und Hohenheim fast alle Mieter der Wohnheime des Studentenwerkes betroffen sind, erklärt sich auch das große Interesse an diesem Verfahren.

Das Studentenwerk maß dem Verfahren eine so große Bedeutung bei, dass es gleich mit vier Mitarbeitern bei Gericht erschien, so waren neben dem Justiziar auch die Leiter der Buchhaltungsabteilung und der Wohnheimabteilung erschienen und wurden von der Presse- und Öffentlichkeitsreferentin des Stuwe unterstützt. Nur der Hauptakteur musste sich leider entschuldigen lassen, der  Geschäftsführer Oliver Schill war terminlich leider so eingebunden, dass er nicht persönlich erscheinen konnte.

Das Studentenwerk hatte zum 1. Januar die Mieten in den meisten  Wohnheimen z.T. drastisch erhöht. Besonders betroffen waren davon die Bewohner des Wohnheimneubaus Neuhalde (Viktor-Renner-Str. 2), hier wurde die Miete um 35€ erhöht. Daraufhin legte die Mehrzahl der Bewohner Widerspruch beim Studentenwerk ein und widerrief die Abbuchungsermächtigung. Das Studentenwerk ignorierte diese Widersprüche oder nötigte die „Boykotteure“ mit Drohungen, ihre Widersprüche zurück zu ziehen. Gleichzeitig wurden vom Studentenwerk weiterhin die erhöhten Mieten abgebucht, die von den Mietern dann zurück gebucht werden mussten.

Nachdem dieses Spiel einer Bewohnerin der Neuhalde zu bunt wurde, reichte sie beim Amtsgericht Tübingen Klage ein. Der Gütetermin fand am letzten Dienstag statt. Die Klägerin bot dem Studentenwerk als Vergleich an, die Mieterhöhung mit Wirkung zum 1. Oktober zu akzeptieren. Dies wurde vom Studentenwerk mit der Begründung abgelehnt, dass daraufhin weitere Klagen zu befürchten seien. Somit gingen die Gegner ergebnislos auseinander.

Der nächste Verhandlungstermin findet im September statt, die abschließende Entscheidung steht noch aus. Man darf den Verhandlungstermin mit Spannung erwarten, denn die Richterin machte in ihren Ausführungen deutlich, dass das Studentenwerk keinen Grund zu übertriebenem Optimismus haben muss, denn auch für Sie gibt es einige Formalien, deren Einhaltung durch das Stuwe zu bezweifeln sind. Sobald wir neue Informationen haben, werden wir darüber berichten.

Gerichtsverhandlung gegen das Studentenwerk wegen der Mieterhöhung

stuwelogo_kleinNachdem das Studentenwerk Tübingen-Hohenheim A.d.ö.R. die Mieten zum 1. Januar erhöht hat, regte sich unter den betroffenen Studierenden erheblicher Unmut. Nun nachdem es das Studentenwerk nach einem halben Jahr nicht geschafft hatte, eine vertretbare Lösung des weiterhin schwelenden Konfliktes zu präsentieren, hat eine Studentin Klage gegen das Studentenwerk eingelegt. Die Klage wurde dem Studentenwerk zur Stellungnahme vom Gericht übersandt und das Studentenwerk hatte nun bis vergangenen Freitag Zeit sich zu äußern. Sowohl zur Klageschrift als auch zur Erwiderung des Stuwe wird es am 14. Juli 2009 im Amtsgericht Tübingen (Doblerstraße) ab 11:30 Uhr im Saal U 131 einen Verhandlungstermin geben.
Die Verhandlung ist öffentlich und alle Interessierten herzlich eingeladen. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir hier darüber informieren.

Wir können über alles diskutieren und gemeinsame Lösungen finden. – Campus der Zukunft

Boris PalmerGestern trafen sich die Bürgerinitiative „Univiertel Wilhelmstraße“ und der Oberbürgermeister der Stadt Tübingen zu Informationsgespräch und Stadtspaziergang. Die Bürgerinitiative, der auch die Fachschaftenvollversammlung angehört, hat sich aus Tübinger Bürgern gebildet, nachdem die Pläne für die Umgestaltung im Rahmen des „Campus der Zukunft“ ( campusderzukunft.de) bekannt wurden.

Nachdem der Rundgang vor dem Clubhaus begonnen hatte wurde relativ schell deutlich, was im Moment die drängensten Anliegen für die Bürgerinitiative sind. Mensa und Clubhaus beide Gebäude, die beim Urteil vieler Menschen heute eher schlecht als recht wegkommen. Dabei lohnt sich ein Blick in die Geschichte dieser Bauwerke und auch die Architektursprache dieser Bauten aus den 50iger und 60iger Jahre. Viele Details, die über die Jahre hinter einbauten verschwanden oder dem Verfall preisgegeben wurden, sind heute nicht mehr erkennbar und lassen die Gebäude im Auge des Betrachters nicht wirklich gut dastehen. Ein Kunsthistoriker und Liebhaber der Tübinger Architekturgeschichte beschrieb dem anwesenden Oberbürgermeister eindrucksvoll, was an diesen Gebäuden erhaltenswert ist und was sie so liebenswert macht.

Das Clubhaus als studentisches Zentrum im Tal der Stadt, in dem Veranstaltungen, Ausstellungen und natürlich Clubhausfeste stattfinden, indem aber auch das politische Herz der Studierendenvertretung schlägt, war auch für den Oberbürgermeister ein Ort, der nicht ersatzlos verschwinden dürfe. Die Pläne, dass das Clubhaus fallen muss, sind aber weder beschlossen noch sei hier das letzte Wort gefallen. Überhaupt sei der Wettbewerbssieger zur Umgestaltung des „Campus“ keine Masterplan oder Realisierungskonzept sondern eine Ideen- und Konzeptgrundlage, die Schritt für Schritt mit entsprechenden Diskussionen neu überdacht werden müsse.

Bei der Mensa, einem Bauwerk des bekannten Architekten Paul Baumgarten, war sich die Bürgerinitiative und der Oberbürgermeister einig. Einiges muss saniert werden und der Wirtschaftstrakt entlang der Nauklerstraße sei so nicht zu erhalten. Dennoch lohnt es sich über eine Sanierung nachzudenken. Obgleich bereits Vorbereitungen für eine Ausschreibung eines Neubaus angelaufen sind, eine Nachnutzung des bestehenden Gebäudes ist noch immer offen und auch dann wäre eine Sanierung notwendig. Als denkmalgeschütztes Gebäude würde bei einem Abriss (auch nur einzelnen Bereiche) nicht nur ein Teil des Gesichtes der Wilhelmstraße verloren gehen, sondern auch eine wichtiges Zeugnis Tübinger Stadt(-bau-)geschichte wäre zerstört.

Das sehr konstruktive Gespräch, für dass sich der Oberbürgermeister mehr Zeit nahm, als sein Terminkalender erlaubte, machte eins deutlich: Die Bürgerinitiative stellt sich nicht quer gegen eine Entwicklung und will weder der Universität noch der Stadt in den Arm fallen. Doch was man als Bürger erwarten kann ist, dass man gehört wird, dass Alternativen diskutiert werden und dass man nicht alles Bestehende aus vermeintlichen Sach- oder Kostenzwängen heraus aufgibt. Unser Ziel ist die Erhaltung von Mensa und Clubhaus als Zentren studentischen Lebens und Mittelpunkt des „Campus“. Dass vieles verändert werden muss, darüber sind wir uns klar und dazu sind wir bereit.

Uniwahlen 2009 – Wahlbeteiligung steigt um 4 Prozent – Fachschaften zufrieden!

WahlkampflogoAm Dienstag und Mittwoch der vergangenen Woche waren die Studierenden der Universität Tübingen wieder aufgerufen ihre Vertreterinnen und Vertreter im Senat und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zu bestimmen.

Nachdem es der Ring Christlich-Demokratischer Studenten versäumt hatte, einen eigene Liste abzugeben, standen in diesem Jahr nur fünf Gruppierungen zur Wahl. Neben der Fachschaftenvollversammlung, dem Zusammenschluss aller Fachschaften und damit den Fächervertretern aller Fakultäten, stand die Liste für Information und Organisation als weitere nicht parteiabhängige Liste zur Wahl. Daneben konnte man die Jugendverbände von SPD (Jusos), Bündnis 90/ Die Grünen (Grüne Hochschulgruppe) und die Nachwuchsorganisation der FDP an der Hochschule (Liberale Hochschulgruppe) wählen.

Nachdem in den letzten Jahren im Talbereich im Kupferbau und dem Brechtbau und auf dem Berg in der CRONA und dem Hörsaalzentrum Morgenstelle gewählt wurde, konnten mit dem Wahlleiter der Universität, Herrn Kreuzmann, in diesem Jahr erstmals wieder Wahllokale in den Mensen eingerichtet werde. Der Effekt ist deutlich zu erkennen: 19,4 Prozent der Studierenden gingen zur Wahl – 4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. „Wir wissen, das 19 Prozent noch immer nicht großartig viel ist. Aber wenn man davon ausgeht, dass wir im letzten Jahr 15 Prozent hatten und in einigen Jahren davor sogar nur 13 Prozent der Studierenden wählen waren, so ist das doch ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Wir hoffen, dieser Trend hält an.“, so Franz Füg von der Fachschaftenvollversammlung.

Bei den Wahlen zum Senat ging die Fachschaftenvollversammlung mit 29,7 Prozent als deutlicher Wahlgewinner hervor. Gefolgt von den Grünen mit 27,3 Prozent, der Liste für Information und Organisation mit 17,3 Prozent und den Jusos mit 15,5 Prozent. Diese vier Gruppen stellen im nächsten Senat jeweils einen von 4 studentischen Senatoren. Die LHG die den Einzug in den Senat nicht schaffte, blieb bei 10,2 Prozent der Stimmen. „Das Ergebnis bestätigt, dass die Studierenden hinter der Arbeit der Fachschaftenvollversammlung stehen und die Arbeit des letzten Jahres gewürdigt wird. Wir konnten unser Ergebnis noch einmal um 2 Prozent im Verhältnis zum letzten Jahr steigern“, so Laura Mega, die bisher schon im Senat sitzt und ihre erfolgreiche Arbeit in diesem Gremium fortsetzen wird.

Das Ergebnis der Wahlen zum AStA brachte allerdings eine Veränderung mit sich. Während im letzten Jahr noch die Fachschaftenvollversammlung stärkste Gruppe in diesem Gremium war, haben diesmal die Grünen die meisten Studierenden für sich gewinnen können. Mit 28,9 Prozent stellen sie zukünftig 3 Mitglieder des AStA und als stärkste Gruppe voraussichtlich auch den Vorsitz. Ebenfalls 3 Mitglieder allerdings nur 26 Prozent konnte die Fachschaftenvollversammlung erringen. Der bisherige AStA-Vorsitzende Daniel Keip sagte nach Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses: „Die Arbeit im letzten Jahr war konstruktiv und auf den Konsens der unterschiedlichen Gruppen angelegt. Ich bin mir sicher, auch unter den Grünen wird sich diese gute Zusammenarbeit und Diskussionsatmosphäre nicht wesentlich verändern! Es ist zwar schade, dieses Amt abzugeben aber Demokratie bedeutet nun mal, Verantwortung auf Zeit übertragen zu bekommen. Außerdem freut sich mein Studium sicherlich über mehr Aufmerksamkeit als es im letzten Jahr bekommen hat.“ Die Liste für Information und Organisation (17,1%) und die Jusos (16,3%) errangen jeweils 2 Sitze während die LHG mit 11,8 Prozent einen Sitz gewann. Bisher war der RCDS neben den ersten vier Gruppen mit einem Sitze vertreten, dieses „Erbe“ treten nun die Liberalen an.

Christin Gumbinger von der Fachschaftenvollversammlung fasste das Wahlergebnis so zusammen: „Die Studierenden unterschieden zwischen dem Senat in dem die Arbeit gemacht wird und dem AStA, der in Baden-Württemberg noch immer entmündigt und dessen Aufgabenbereich auf Kunst, Musik Kultur und Sport reduziert ist. Unsere Arbeit wurde mit dem guten Abschneiden bei den Senatswahlen bestätigt und die 2 Prozent, die wir dazu gewonnen haben, sind noch einmal Ansporn für das kommende Jahr. Es gibt unter anderem mit der Campusplanung, der Fakultätsneugliederung und dem Bolognaprozess viele Baustellen auf denen wir den Rektor nicht allein lassen wollen und ihm gerne im Sinne aller Studierenden helfend zur Hand gehen werden.“