Dschungelbuch der Hochschulpoltik

Am 9. und 10. Juli findet die Urabstimmung über die Organisationssatzung der Verfassten Studierendenschaft statt. Zeitgleich werden die Vertreter_innen der Studierenden in Senat, Fakultätsrat und AStA gewählt.
dschungelbuch-cover-2013_klein Im Dschungelbuch der Hochschulpolitik erklärt die FSVV die Strukturen der Universität, damit jede_r sich informieren kann, worum es bei der Wahl eigentlich geht. Außerdem wird die Arbeit der FSVV vorgestellt. Das Dschungelbuch wird nächste Woche auch in den Mensen und Instituten verteilt, hier könnt ihr es schon vorher runterladen:

Dschungelbuch_2013

Vorläufige Wahlergebnisse 2012

Die vorläufigen nicht-amtlichen Wahlergebnisse sind da! Im Senat wurden vier studentische Vertreter_innen gewählt, jeweils ein Sitz geht an die Fachschaftenvollversammlung, die Grüne Hochschulgruppe, die Juso-Hochschulgruppe und den RCDS. Damit ändert sich hier im Vergleich zum Vorjahr nichts. Im AStA (11 Plätze) erhalten Fachschaftenvollversammlung und Grüne Hochschulgruppe jeweils drei Sitze. Jusos und RCDS bleiben mit jeweils zwei Sitzen bei ihrem Vorjahresergebnis. Die Liste für Information und Organisation (I&O), die letztes Jahr noch im AStA vertreten war, stellte sich nicht zur Wahl. Stattdessen erhält die Piraten-Hochschulgruppe einen Sitz. Die Liberale Hochschulgruppe und die PARTEI traten zwar an, konnten aber keinen AStA-Sitz erreichen. Danke an alle, die sich an den Uni-Wahlen beteiligt haben! Die Wahlbeteiligung lag bei 12,3% und ist damit geringfügig höher als letztes Jahr.

Studio-Gespräch mit Aktiven der FSVV

Am 18. Juni waren Kim und Pia von der FSVV bei der Wüsten Welle zu Gast um im Bildungsmagazin über die bevorstehenden Gremien-Wahlen am 3. und 4. Juli zu sprechen. Dabei ging es auch um die Zukunft der verfaßten Studierendenschaft, die wahrscheinlich schon 2013 gewählt werden kann.

[podcast]https://dl.dropbox.com/u/32984357/BMag/online/2012.06.18-FSVV-cut.mp3[/podcast]

Stellungnahme zu den Änderungen des Senats an der Berufungsliste für die Professur für Gegenwartsliteratur am Deutschen Seminar

Die Fachschaftenvollversammlung nimmt hiermit Stellung zu den Änderungen des Senats an der Berufungsliste für die Professur für Gegenwartsliteratur am Deutschen Seminar:

Wir halten die Änderungen des Senats und Rektorats an der Liste für kritikwürdig. Die in der Berufungskommission des Deutschen Seminars erstellte Liste enthielt nach Ansicht aller qualifizierten Beteiligten drei hochkarätige Bewerber_innen, die auf die ausgeschriebene Professur und in das Profil der renommierten Tübinger Germanistik gepasst hätten. Die Kürzung der Liste bedeutet nun, dass die Chancen, die vakante Stelle zum nächsten Semester zu besetzen, deutlich sinken. Es muss dabei beachtet werden, dass der einzige verbliebene Kandidat stark umworben ist. Zudem ist die Ausstattung des ausgeschriebenen Lehrstuhls problematisch.

Eine andauernde Vakanz des Lehrstuhls würde sowohl die Qualität der Lehre als auch das Forschungsprofil der Tübinger Germanistik schwächen. Wir schließen uns deshalb dem Protest von Berufungskommission, Seminar und Fakultät an und kritisieren die Entscheidung des Senats, zwei Namen aus der vorgelegten Berufungsliste zu streichen.
„Stellungnahme zu den Änderungen des Senats an der Berufungsliste für die Professur für Gegenwartsliteratur am Deutschen Seminar“ weiterlesen

Wir sind Kanzler!

Der Kanzler Dr. Andreas Rothfuß, voll in Aktion. Hier während der Räumung des besetzten Kupferbaus im November 2009.
Er kann Kanzler! Seit acht Jahren steht Dr. Andreas Rothfuß an der Spitze der tübinger Universitätsverwaltung. Sperrig spricht das Landeshochschulgesetz zwar vom hauptamtlichen Vorstandsmitglied für den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung, doch kurz und für jeden geläufig ist die Bezeichnung Kanzler. Und nachdem der 43-jährige promovierte Wirtschafstwissenschaftler nach seinem Wechsel aus dem Wissenschaftsministerium nun schon seit acht Jahren seinen Job gut macht, hat der Hochschulrat und der Senat ihn auf ihren Sitzungen in dieser Wocheauch für die nächsten Jahre in diesem Amt bestätigt.
Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch und auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Neues verbindendes Element.

Der neuer Header der Seiten der tübinger Studierendenvertretung.

Auf Initiative des Arbeitskreises „Zukunft der tübinger Studierendenvertretung“ wurde ein neues Element auf den Internetseiten der hochschulpolitischen Gruppen eingefügt. Verbindend soll der neue Header wirken und die Navigation zwischen den einzelnen Seiten erleichtern. Es ist ein weitere Schritt zu einer engeren und besseren Zusammenarbeit zwischen den Gruppen der tübinger Studierendenvertretung und soll auch als eine weitere Schritt auf dem Weg zu einer neuen Struktur.

40 Jahre danach. Zurück in die Zukunft.

Трудности подстерегают тех, кто не реагирует на жизнь - Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren
Auszug aus der Universitätschronik des Universitätsarchivs Tübingen:

Jan./Febr. 1970 – Konstituierung der neuen Universitätsgremien

Nach dem Inkrafttreten der neuen Grundordnung am 1. Oktober 1969 konstituieren sich die neugebildeten Gremien (Fakultätsräte, Großer Senat, Senat, Verwaltungsrat). An die Stelle der seit 1477 bestehenden vier, zuletzt sechs Fakultäten treten 17 Fachbereiche. Die Amtszeit des ersten Universitätspräsidenten, der an die Stelle des Rektors tritt, soll am 1. Oktober 1972 beginnen.

Nun also 40 Jahre später, nach den Rektoren Hinrichsen (’69-’70), Peiffer (’70-’71), Neumann (’71-’72), dem Präsidenten Theis (mit einer Amtszeit von fast einem Vierteljahundert ’72-’95), den Rektoren Ludwig (’95-’99) und Schaich (’99-’06), setzt die Universität zu einem Sprung in die Zukunft an, der sie unvermittelt in die Vergangenheit trägt. Denn aus den damals eingerichteten 17 Fachbereichen sind in vierzig Jahren 14 Fakultäten geworden. Doch weniger Umstrukturierung oder Reformen als Zusammenlegung haben die Zahl auf etwas mehr als ein Dutzend sinken lassen. Nun also vierzig Jahre nachdem die Universität die historischen Fakultäten aufspaltete, heißt es zurück zum Bewährten. Zukünftig wird es noch sieben Fakultäten geben. Neben den beiden theologischen, die juristische und die medizinische Fakultät als historisch gesehene Gründungsfakultäten der Universität Tübingen. Dazu treten zukünftig die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät, die naturwissenschaftliche Fakultät und die philosophische Fakultät, als Neugründungen. In dieser neuen Struktur, soll es nicht nur besser mit der Exzellenz klappen, man will auch Eliteuni werden und Synergien nutzen. Immerhin über Jahrhunderte war Tübingen schoneinmal in dieser Struktur erfolgreich. Namen wie Melanchton, Kepler, Hegel, Mörike, Braun, und viele andere sind beredtes Zeugnis dafür. Warten wir ab, was die Zukunft für die Universität in alt-neuen Strukturen bereit hält. Es gilt der Spruch von Michael Gorbatschow:“Трудности подстерегают тех, кто не реагирует на жизнь“ (dt.:Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren).

Neue Zeiten wagen.

Manchmal muss man den Mut aufbringen Neues zu wagen, um Veränderungen zu erreichen.
Die Abstimmung gestern Abend als eindeutig zu bezeichnen, dass wäre wohl zu viel des Guten, doch letztlich standen 20 Fachschaften und hochschulpolitische Gruppen hinter dem Antrag des Arbeitskreises „Zukunft der Studierendenvertretung“ 12 votierten dagegen. Wie berichtet wurde von den Fachschaften und den hochschulpolitischen Gruppen seit mehr als einem halben Jahr über die Möglichkeit der Reform der Studierendenvertretung an der Universität Tübingen gesprochen. Das Ergebnis dieses Prozesses, ein niederschwelliges und transparentes System der Studierendenvertretung, fand gestern Abend die Zustimmung und soll nach dem Wille den Initiatoren ab dem nächsten Semester seine Arbeit aufnehmen. Ein ausführlicher Bericht folgt hier in Kürze.