Wahlergebnis der Uniwahl 2008

Nachdem die Universität vor einem Jahr dazu übergegangen ist, die Stimmzettel der Universitätswahlen elektronisch auszuzählen, hat sie es in diesem Jahr geschafft dabei auch noch schnell zu sein. Denn wenn es früher bei der Handauszählung nur fünf bis sechs Stunden dauerte bis ein Ergebnis vorlag, so dauerte es diesesmal nur drei Tage. Nun sind die Ergebnisse da.

AStA

Zahl der Wahlberechtigten: 20711
Zahl der Wähler: 3118
Ungültige Stimmen: 163

Wahlbeteiligung: 15,0 %

Liste für die Fachschaften/ Fachschaftenvollversammlung, mit 7748 Stimmen, 3 Sitze
Liste für Information und Organisation, mit 5177 Stimmen, 2 Sitze
Grüne Hochschulgruppe, mit 7111 Stimmen, 3 Sitze
Juso-Hochschulgruppe, mit 4262 Stimmen, 2 Sitze
RCDS – Die Christdemokraten, mit 3452 Stimmen, 1 Sitz
LHG – Liberale Hochschulgruppe, mit 1497, keinen Sitz

Senat

Zahl der Wahlberechtigten: 20711
Zahl der Wähler: 3111
Ungültige Stimmen: 239

Wahlbeteiligung: 15,0 %

Liste für die Fachschaften/ Fachschaftenvollversammlung, mit 3093 Stimmen, 2 Sitze
Liste für Information und Organisation, mit 2164 Stimmen, 1 Sitz
Grüne Hochschulgruppe, mit 2743 Stimmen, 1 Sitz
Juso-Hochschulgruppe, mit 1516 Stimmen, keinen Sitz
RCDS – Die Christdemokraten, mit 1214 Stimmen, keinen Sitz
LHG – Liberale Hochschulgruppe, mit 461, keinen Sitz

Die Ergebnisse sind allerdings nur vorläufig, da der Wahlausschuss die ungültigen Stimmen noch einmal prüfen muss.

Visionen in Stein und Beton

Eine Vision jagte die andere bei der Vorstellung des „Campus der Zukunft“ am Dienstag, bis hin zu visionären Parkplatzkonzepten. Die Gebäude der Uni rund um Mensa und UB sollen nun endlich ein Campus werden. Alle stehen sie zur Disposition um visionäres „Erlebnispotential“ an der Ammer, visionäre neue Wohnheime und eine Vision vom Clubhausersatz zu ermöglichen.

Das funktioniert folgendermaßen: Ohne die Betroffenen davon zu unterrichten, schrieb das Rektorat nach Gesprächen mit dem Landesfinanzministerium einen Ideenwettbewerb aus. Bis zum 24.9. sollen Konzepte eingereicht werden, wie das Gelände zwischen Altem Botanischen Garten und Lothar-Meyer-Bau sowie zwischen Theologikum und Brunnenstraße neu gestaltet werden könnte. Ohne sich bei den aktuellen Nutzern der vorhandenen Gebäude über ihre Wünsche für ein solches Konzept zu erkundigen und auch ohne Anwohner oder andere interessierte Bürger einzubeziehen, hat das Rektorat ein Anforderungsprofil für eine solche Neukonzeption erstellt. Platz für Geschäfte soll es etwa geben, ein Kulturzentrum und ein studentisches Servicezentrum, in dem sämtliche Anlaufstellen für Studierende zusammengefasst werden sollen. Auf Nachfrage, was denn mit Clubhaus und Wilhelma passieren sollte, war die Antwort, es solle auch ein Gebäude „mit der Qualität Clubhaus“ und eines „mit der Qualität Wilhelma“ geben. Auch sollen Fakultäten umgeordnet werden: Wirtschafts- und Sozialwissenschaften etwa sollen in einem neuen Gebäude zu einer Fakultät verschmelzen, die Geowissenschaften zu einer Naturwissenschaft umgebaut und auf die Morgenstelle verlegt werden. Ob die jemand gefragt hat?

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden im Oktober bekanntgegeben, dann sollen auch alle Einsendungen in einer Ausstellung in der Shedhalle einsehbar sein. In den folgenden Jahren will man dann die Pläne Stück für Stück umsetzen, vermutlich zuerst einen Architektenwettbewerb für eine neue Mensa durchführen und diese bauen.

Uns als Fachschaftenvollversammlung wird mehr oder weniger unterschwellig vorgeworfen, wir seien immer nur dagegen und nicht gesprächsbereit. So auch wieder bei dieser Veranstaltung. Fakt ist: Es gab keinerlei Gesprächsangebote des Rektorats an AStA oder FSVV zu diesem Thema, nur ein zufälliges Gespräch zwischen Tür und Angel mit einem AStA-Mitglied. Die FSVV hat von dem Konzept aus der Zeitung erfahren. Auch die Infoveranstaltung wurde sehr kurzfristig angekündigt. Immerhin soll es jetzt noch ein „Informationsgespräch mit den Studierenden“ geben, um „die am Dienstag eventuell entstandenen Missverständnisse“ zu klären. Immerhin. Hoffen wir, dass das Rektorat seine Kommunikationspolitik ein wenig überdenkt und auch Betroffene in seine Planungen mit einbezieht. Wir sind gesprächsfähig, man muss nur überhaupt mit uns reden wollen. Prinzipiell ist die Idee einer umfassenden Neugestaltung des Areals ja nicht schlecht. Aber wenn ich mal eine Vision habe, gieße ich sie auch nicht einfach in Beton und bin dann sauer, wenn sie nicht alle toll finden.

Umbesetzung des AStA-Vorstandes

Am gestrigen 8. Mai wurde Georg Rudolf, einer der Vertreter und Vertreterinnen der Fachschaften-Vollversammlung aus dem AStA-Vorstand gewählt. Die Grüne Hochschulgruppe stellt nun wie gehabt die Vorsitzende, Jusos und I&O die Stellvertreterinnen. Begründet wurde die Abwahl Georgs dadurch, dass es Jusos und Grünen durch die Probleme bei der Zusammenarbeit mit ihm unmöglich gemacht wurde, hochschulpolitisch zu arbeiten. Sie beabsichtigen nun, in den verbleibenden zwei Monaten dieser Wahlperiode inhaltliche Konzepte auszuarbeiten und hochschulpolitische Projekte durchzuführen.

Die FSVV reagiert mit Unverständnis auf diesen Vorgang, insbesondere auf die Tatsache, dass im Vorfeld von Jusos und Grünen keine Versuche unternommen wurden, die Probleme durch ein Gespräch etwa in der wöchentlichen Räte-Sitzung zu klären.