GymPO läuft 2021 aus – Probleme mit der Regelstudienzeit

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Unterzeichner dieser Eingabe sehen die Abschaffung der Gymnasiallehrerprüfungsordnung I (kurz: GymPO I) in ihrer derzeitigen Form als hoch problematisch an, da in dem aktuellen Gesetzentwurf des Landes Baden-Württemberg der 31.07.2021 als Stichtag für Prüfungsleistungen festgelegt ist. Nach diesem Tag sollen für Studierende in den GymPO-Studiengängen keine Prüfungen mehr möglich sein, das Studium muss also de facto abgeschlossen sein. Nach diesem Gesetzentwurf ist zwar der Abschluss des Studiums bei schnellem Studium möglich, folgende Fälle werden aber außer Acht gelassen: Studierende, die für ein Semester ins Ausland gehen, um dort wichtige Erfahrungen für ihr späteres Lehramt zu sammeln

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Stellungnahme zu Figuren vor der Unibibliothek und dem Brechtbau

Die rechtskonservative Szene wird nun auch an unserer Hochschule aktiver. Am Mittwoch, den 18. Mai 2016, fanden sich vor den Eingängen des Brechtbaus und der Universitätsbibliothek der Universität Tübingen sowie an verschiedenen Stellen in der Stadt Schmierereien auf dem Boden, deren Aussagen eindeutig rechts zu interpretieren sind. Zu sehen sind an den Standorten jeweils vier Leichenmarkierungen wie man sie an einem Tatort vorfinden würde, welche Schlagworte wie etwa „Deutschland“, „Tradition“, „Identität“ und „Familie“ tragen. Vermutlich möchten die unbekannten Sprayer_innen darauf aufmerksam machen, dass dem, was sie unter dem Begriff „Deutschland“ verstehen, der Tod drohe (à la Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“). Es scheint, als wollten die Urheber_innen auf einen von ihnen diagnostizierten Identitätsverlust (wie auch immer diese „Identität“ ausgestaltet sein mag) hinweisen.

Die Fachschaften Vollversammlung an der Universität Tübingen kritisiert diesen „Protest“ und die hinter ihm stehende, reaktionäre Botschaft aufs Schärfste.

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Offener Brief: Antwort auf Herrn Palmers Interview im Spiegel und im Schwäbischen Tagblatt

Die Fachschaften-Vollversammlung hat einen offenen Brief an OB Palmer geschrieben. Hintergrund sind Herrn Palmers Äußerungen im Spiegel und im Tagblatt.


Sehr geehrter Herr Palmer,

mit großem Unverständnis haben wir Ihre Interviews im Spiegel sowie im Schwäbischen Tagblatt zur Kenntnis genommen.

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Auslagerung der Ansprechpartner für behinderte Studierende außerhalb des Campus’ der Eberhard Karls Universität in ein nicht behindertengerechtes Gebäude

An die interressierte Öffentlichkeit
An die Studierenden der Universität Tübingen!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kommilitonen! 

Wir wenden uns an Sie mit einem Problem, das uns umtreibt und auch sie als Öffentlichkeit und Studierende interessieren sollte.

Seit Ende des Wintersemesters 2007/2008 befinden sich die Sozialen Dienste des Studentenwerkes Tübingen-Hohenheim A.d.ö.R. nicht mehr direkt im Hauptsitz des Studentenwerkes, das im Zentrum des Uni-Campus an der Mensa liegt. Der Geschäftsführer des Studentenwerkes Schill hat damit beschieden, dass die zentrale Anlaufstelle für behinderte Studierende und Studierende mit Kindern nicht langer an einem gut erreichbaren Ort auf dem Campus liegen soll. Er ordnete an, dass diese Abteilung ca. 1,5 Kilometer weg von der Universität in Raume zog, die in einem verwinkelten Gebäude im ersten Stock liegen. Das Gebäude ist weder durch einen Fahrstuhl erschlossen, noch sonst in irgendeiner Weise für Menschen mit Behinderung barrierefrei zugänglich. Auch Studierende, die einen Kinderwagen mitführen, haben in diesem Gebäude keinerlei Möglichkeit, diesen unterzustellen oder mitzunehmen. Auf die von uns vorgebrachte Kritik, dass dieser Zustand so nicht zu akzeptieren sei, teilte uns die Geschäftsführung des Studentenwerkes mit, dass nach vorheriger Anmeldung die Sachbearbeiter für behinderte und erziehende Studierende gesondert Termine im ehemaligen Sitz nahe der Mensa anbieten werden. 

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Die (Unter-)Finanzierung der „Aufgaben in Studium und Lehre“ an den Universitäten und mangelnde Mitbestimmungsrechte für Studierende

Anlass dieser Stellungnahme ist eine Bestandsaufnahme der Fachschaften zum Thema Studiengebühren an der Universität Tübingen. Diese Stellungnahme impliziert nicht, dass wir uns in irgendeiner Weise mit Studiengebühren abgefunden haben, sondern soll u.a. aufzeigen, was für Beweggründe wirklich zu deren Einführung geführt haben und warum Studiengebühren nicht nur auf der Basis einer grundsätzlichen Kritik, sondern auch auf Grund der Vergabepraxis abzulehnen sind. Außerdem wollen wir mit dieser Stellungnahme auf die chronische Unterfinanzierung der Universitäten und die systematische Benachteiligung der Lehre bei der Verteilung von Finanzmitteln aufmerksam machen und den Zusammenhang dieser Punkte mit mangelnden Mitbestimmungsrechten für Studierende aufzeigen. 

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