Pressemitteilung: FSVV historisch wieder stärkste Kraft im Studierendenrat – ein klares Zeichen für Basisdemokratie bei den Universitätswahlen

Die Fachschaftenvollversammlung (FSVV) ist bei den diesjährigen Hochschulwahlen als stärkste Liste in den Studierendenrat (StuRa) eingezogen. Mit fünf Sitzen gewinnt die FSVV zwei Mandate hinzu und stellt damit erstmals seit mehren Jahren wieder die stärkste Kraft in der studentischen Interessenvertretung. Besonders deutlich ist der Stimmengewinn: 1392 Stimmen konnte die FSVV neu gewinnen und konnte damit als einzige Liste bei gesunkener Wahlbeteiligung deutlich zulegen. Insgesamt hat die Liste der FSVV 26,6% geholt und damit 9,6 Prozentpunkte mehr als 2025 (17%).

Die FSVV bedankt sich ausdrücklich bei den zahlreichen Fachschaftsaktiven, die diesen Erfolg durch ihr Engagement ermöglicht haben.
„Dieses Ergebnis ist kein Erfolg einzelner Personen, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit vieler Studierender in den Fachschaften. Sie organisieren Veranstaltungen, beraten Kommilitoninnen und Kommilitonen und setzen sich jeden Tag für bessere Studienbedingungen ein. Ihnen gilt unser besonderer Dank.“ so Emma-Luna von der FSVV.

Bei der StuRa-Wahl entfielen die Sitze wie folgt auf die Listen: FSVV 5 Sitze (+2), Liste gegen Macker (LgM) 4 Sitze (+4), Grüne Hochschulgruppe (GHG) 4 Sitze (-1), Juso-Hochschulgruppe 2 Sitze (unverändert) und Liberale Hochschulgruppe (LHG) 2 Sitze (unverändert). Der SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) trat nicht erneut an.

Auch bei den Wahlen zum Senat konnte die FSVV ein starkes Ergebnis erzielen und errang zwei Sitze. Die Liste gegen Macker erhielt einen Sitz, die GHG einen Sitz. Andere Listen konnten keine Mandate gewinnen. Zusammen mit den 5 StuRa-Sitzen entfallen auf die FSVV so viele Sitze wie sei Wiederzulassung der VS nicht mehr. Nur im Initialjahr der VS 2013 konnte die FSVV mit 8 Sitzen noch einen Sitz mehr halten. Ziel ist es jetzt, das Mandat der Studierenden gemeinsam mit anderen Listen im StuRa zu nutzen und die Sorgen und Probleme der Studierenden schnell und effektiv anzugehen..

Sorge bereitet der FSVV jedoch die deutlich gesunkene Wahlbeteiligung. Bei den StuRa-Wahlen lag sie bei lediglich 7,8 Prozent, bei den Senatswahlen bei 8,6 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren stellt dies einen erheblichen Rückgang dar.

„Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre Stimme nutzen. Eine Wahlbeteiligung von unter acht Prozent kann uns nicht zufriedenstellen. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Mitbestimmung unter Druck gerät, müssen wir uns fragen, wie wir mehr Studierende für Hochschulpolitik begeistern können. “ so Wahlkämpfer Jeremias der FSVV.

Die FSVV verweist dabei auch auf aktuelle politische Entwicklungen. In Sachsen-Anhalt wird im Vorfeld der Landtagswahl erneut über die Zukunft der Verfassten Studierendenschaften diskutiert. Vertreter der AfD haben wiederholt deren Abschaffung gefordert.
„Wer glaubt, studentische Demokratie sei selbstverständlich, sollte einen Blick nach Sachsen-Anhalt werfen. Dort droht im Falle entsprechender politischer Mehrheiten ein Angriff auf die Verfassten Studierendenschaften. Umso wichtiger ist es, dass wir demokratische Mitbestimmung an Hochschulen aktiv verteidigen und stärken“ ergänzt “ ergänzt Marcel aus der FSVV.

Aus Sicht der FSVV zeigt die niedrige Wahlbeteiligung zugleich, dass Hochschulpolitik und die Arbeit des StuRa für viele Studierende häufig zu abstrakt erscheinen.

„Viele Studierende erleben Hochschulpolitik als weit entfernt von ihrem Alltag. Genau deshalb braucht es eine studentische Interessenvertretung, die nah an den Lebensrealitäten der Studierenden arbeitet. Die Fachschaften leisten diese Arbeit jeden Tag direkt vor Ort“ unterstreicht Emma-Luna von der FSVV.

Die FSVV sieht sich durch das Wahlergebnis in ihrem Ansatz bestätigt, Hochschulpolitik offen, transparent und basisdemokratisch zu gestalten. Entscheidungen müssten nachvollziehbar getroffen werden und dürften nicht in geschlossenen Zirkeln oder Hinterzimmern stattfinden.

„Wir stehen für eine Hochschulpolitik, die für alle Studierenden offen ist. Mitbestimmung darf nicht auf wenige gewählte Personen beschränkt bleiben, sondern muss das ganze Jahr über möglich sein.“ macht Wahlkämpfer Jeremias aus der FSVV nochmal deutlich.

Nach Auffassung der FSVV beginnt die eigentliche Arbeit nun erst. Mit ihrer gestärkten Position im StuRa will die Liste die Interessen der Studierenden konsequent vertreten und gleichzeitig weitere Beteiligungsmöglichkeiten schaffen. Die FSVV lädt alle Studierenden ein, sich aktiv einzubringen – sei es in den Fachschaften oder in den Arbeitskreisen.

Wahlergebnisse Studierendenrat (StuRa):

  • FSVV: 5 Sitze 26,6% (+2 Sitze hinzugewonnen)
  • Liste gegen Macker (LgM): 4 Sitze 24,8% (+4 Sitze hinzugewonnen) (neu)
  • Grüne Hochschulgruppe (GHG): 4 Sitze 22,7% (-1 Sitz verloren)
  • Juso-Hochschulgruppe: 2 Sitze 14 % (±0 Sitze)
  • Liberale Hochschulgruppe (LHG): 2 Sitze 11,9% (±0 Sitze)

Wahlbeteiligung StuRa: 7,8 Prozent (-2,5 Prozentpunkte)

Wahlergebnisse Senat:

  • FSVV: 2 Sitze 26,8% (+1 Sitz hinzugewonnen)
  • Liste gegen Macker:1 Sitz 23,9% (+1 Sitz hinzugewonnen) (neu)
  • GHG: 1 Sitz 21,3% (±0 Sitze)
  • Juso-Hochschulgruppe: 0 Sitze 12.2 % (±0 Sitze)
  • Liberale Hochschulgruppe (LHG): 0 Sitze 12% (-1 Sitze)
  • Liste gegen Extremismus (LgE): 0 Sitze 3,8% (±0 Sitze) (neu)

Wahlbeteiligung Senat: 8,6 Prozent