12. April 2016

Flyer CHF-Seite001

 

Ab 21:00 Uhr im Clubhaus (Wilhelmstr. 30). Die FSVV veranstaltet das Fest gemeinsam mit der Projektinitiative Gemeinsam Wohnen mit Geflüchteten.

Die weiteren Termine findet ihr Hier:

http://www.fsrvv.de/services/clubhausfeste/

23. Februar 2016

Die Fachschaften-Vollversammlung hat einen offenen Brief an OB Palmer geschrieben. Hintergrund sind Herrn Palmers Äußerungen im Spiegel und im Tagblatt.

Der offene Brief ging diversen Medien zu. Hier gibt’s den offenen Brief in Druckform als PDF.

 


 

Offener Brief: Antwort auf Herrn Palmers Interview im Spiegel und im Schwäbischen Tagblatt

Sehr geehrter Herr Palmer,

mit großem Unverständnis haben wir Ihre Interviews im Spiegel sowie im Schwäbischen Tagblatt zur Kenntnis genommen.

Diskurs

In Ihrem Interview benutzten Sie Bilder und Formulierungen, die Sie zwar offensichtlich nicht als rassistisch empfinden, die jedoch zu einem xenophoben und rassistischen Diskurs beitragen können oder, im schlechtesten Fall, Teil davon sind. So zitieren Sie etwa den „grünen Professor“ mit seiner Angst um seine beiden blonden Töchter wegen „60 Arabern in 200m Entfernung.“ Sie bedienen damit in zweierlei Hinsicht einen rassistischen Diskurs. Einerseits rufen Sie mit Betonung der „blonden“ Mädchen das völkische Bild eines ethnischen Deutschen hervor. Andererseits tragen sie durch Ihre Darstellung zur Schaffung des Stereotyps eines sexuell ungezügelten und unberechenbaren „Arabers“ bei und verankern dieses Bild im öffentlichen Diskurs. Lassen Sie uns die Gegenfrage stellen: Wie viele alleinstehende deutsche Männer wohnen im Umkreis von 200m um jenen Professor und warum scheint das kein Problem zu sein?

Zuzug und Wohnraum

In Ihrem Interview berichten Sie weiterhin, dass Tübingen in den letzten Jahren 1300 Geflüchtete aufgenommen hat und diese Zahl in zwei Jahren auf 3500 steigen wird. Sie sehen darin ein Problem für die Integration. Tübingen als Universitätsstadt lebt davon, dass jedes Semester tausende (zuletzt waren es gut 5400) junge Menschen hier ihr Studium aufnehmen. Die Integration dieser sehr viel größeren Zahl von Hinzuziehenden scheint kein großes Problem darzustellen. Sollte man nicht einfach mit den Tatsachen des Zuzugs möglichst gut umgehen statt mit pessimistischen Aussagen nicht nur die Lage sondern auch die Menschen zu problematisieren? Ein Gegeneinander ausspielen von verschiedenen Bewohner*innen der Stadt darf nicht – vor allem nicht durch den Oberbürgermeister dieser Stadt – stattfinden.

Sensibilität

Es geht nicht darum, ob diese Aussage von einem ‚eigentlich‘ gebildeten Professor stammt, sondern darum, was für Auswirkungen es hat, wenn sie wiederholt wird. Welche Rolle spielt es, dass die Töchter blond sind? Warum sprechen Sie nicht einfach von Menschen statt von „Arabern“? Sie zeigen mit diesen Aussagen wie gering Ihre Sensibilität gegenüber der Latenz von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist. Reichtum, Titel und Parteimitgliedschaft bedeuten nicht, dass Menschen nicht auf die Mechanismen der Überheblichkeit, Stigmatisierung und Abwertung hereinfallen können.

Als problematisch empfinden wir auch, dass Sie in Ihrem Interview ein aus unserer Sicht unzutreffendes Bild der Situation in Tübingen zeichnen. Wir sehen weder einen Schwund in der Akzeptanz, noch können wir von einer ablehnenden Haltung bei Veranstaltungen zur Bürgerinformation berichten. Sie verteidigen dennoch eine solche Haltung als legitim und tragen damit wiederum zu einer Verschärfung des Diskurses bei.

Grenzen als Norm? – Von „guten“ und „schlechten“ Geflüchteten

Darüber hinaus greifen sie das Bild der Festung Europa auf. Sie fordern die Schließung der Außengrenzen Europas unter Verweis darauf, wie friedlich dies in Ceuta und Melilla funktioniere. Das dort immer wieder Menschen an dem mit Rasierklingen besetzten Draht verbluten verschweigen Sie ebenso wie die Abkommen mit Marokko, keine Geflüchteten zur Grenze zu lassen. Die Situation von Geflüchteten an dieser Grenzen wird von Ihnen damit erheblich weichgezeichnet. Und Sie sind sich dessen bewusst, wie sonst kämen Sie zu der Aussage, dass „wir die hässlichen Szenen vor dem Burggraben Europas aushalten müssen“?

Ihre Darstellung der Situation an den Grenzen trägt dazu bei, einen großen Teil der Flüchtlinge als „ungerechtfertigt“ zu diskreditieren und verankert damit im Diskurs eine Unterscheidung zwischen „guten“ und „schlechten“ Flüchtlingen.

Eine Unterscheidung, die Sie auch in anderen Aussagen stützen, etwa in der Forderung mehr Länder zu sicheren Herkunftsländern zu erklären. Damit wird Geflüchteten von dort ein legaler Status hier unmöglich gemacht, denn ein ergebnisoffenes Asylverfahren findet dann nicht mehr statt. Wo dabei Ihr Ansatz von Verantwortungsethik bleibt ist uns unklar. Deshalb erscheint es uns nur konsequent, dass Sie auf die Frage des Schwäbischen Tagblattes hin, wie man denn „gute“ von „schlechten“ Geflüchteten unterscheiden soll, die Verantwortung auf die „Experten“ abwälzen. Schöne Verantwortungsethik!

Nutzen Sie die Möglichkeiten der Weiterbildung in Ihrer Stadt!

Wir würden uns wünschen, dass sie sich mit eben diesen Fachleuten und der Fachliteratur zu diesem Thema auseinandersetzten, bevor sie weiterhin ‚unbeabsichtigt‘ zum rassistischen Diskurs beitragen.

Demokratie bedeutet nicht jeden Populismus zu veröffentlichen und verstärken zu müssen, sondern Menschen zu ihrer eigenen gut begründetet Meinung zu befähigen. Ein Weg dahin ist Bildung. Darum bitten wir Sie: Nehmen sie selbst das Angebot wahr, und bilden Sie sich weiter in den Themenfeldern Krieg, Frieden, Rassismus und Fremdheit. Auch an der Universität Tübingen gibt es Menschen, die sich genau mit diesen Themen beschäftigen und deren Forschung nicht als „Torheit“ beiseite geschoben werden kann. Es braucht Kontextualisierung um die jetzige Situation und die Menschen, die sie als „Araber“ betiteln, wirklich verstehen zu können. Wir laden sie herzlich zu Seminaren, Lesekreisen und Diskussionen ein, die dieses Feld wissenschaftlich bearbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Fachschaftenvollversammlung

an der Universität Tübingen

24. September 2015
Alternativer Dies 2015

Die Begrüßungsveranstaltung für alle Erstsemester*innen

im Clubhaus (Wilhelmstraße 30, gegenüber der Neuen Aula)

Eintritt frei (aber nur ohne Wix oder Couleur!)

Auftakt-Veranstaltung der Ernst und Karola Bloch Woche (Ersti-Begrüßung)

ab 16 Uhr: Infostände und Aktionen der Gruppen und Initiativen, Kaffee & Kuchen vom Cafe Collectiva

17 Uhr: Vortrag: Bildung im Kapitalismus
Wie hängen diese beiden scheinbar unabhängigen Begriffe – Bildung und Kapitalismus – zusammen? Welchen Einfluss hat das kapitalistische System auf unsere Bildung und welche Funktionen erfüllt Bildung in einer kapitalistischen Gesellschaft?
Anhand dieser und weiterer Fragen wollen wir reflektieren, in welchem gesellschaftlichen Zusammenhang Bildung hier und heute stattfindet. Im zweiten Schritt schauen wir uns die Situation an der Uni etwas genauer an: Unter welchen Studien- und Lebensbedingungen wird hier studiert? Gleichzeitig gehen wir der Frage nach, wo sich Ansatzpunkte für fortschrittliche Veränderungen finden und was für eine Gesellschaft wir brauchen, in der eine andere Bildung möglich sein kann.
(Kaminzimmer – Beitrag der SDAJ Tübingen)

17 – 19 Uhr: Live-Übertragung der Wüsten Welle

19 – 21 Uhr: Buchvorstellung Raul Zelik & Elmar Altvater: Zur Vermessung der Utopie
Der autoritäre Staatssozialismus sowjetischer Prägung ist gründlich gescheitert. Wie aber sieht es mit der Überlebensfähigkeit des Kapitalismus aus? Der Klimawandel, die Massenarmut in weiten Teilen der Welt, Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Verelendung auch in Europa, neoimperiale Kriege und Konflikte um Rohstoffquellen und Einflusszonen – das vom »freien Markt« produzierte Elend und seine Begleiterscheinungen verlangen nach einer grundlegenden Alternative.
Doch ist eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus überhaupt noch vorstellbar?

Die Gesprächspartner liefern eine radikal-kritische Analyse der Gegenwart. Und sie versuchen, eine utopische Gesellschaft zu skizzieren, die auf einem neuen Energiemodell, einer solidarischen Ökonomie und direkter Demokratie basiert – und die auf Vernunft gegründet ist.
(großer Saal – Beitrag von [’solid].SDS Tübingen)

ab 22 Uhr: progressives Cluhausfest
großer Floor: Electro-Swing (Felix Berger & Substance P), TecHouse (Talpa)
kleiner Floor: 70s, 80s, 90s (Ursus, Jakob, Fabian)

reichhaltige Auswahl an Bier sowie Club Mate und Afri-Cola

Party von [’solid].SDS, Fachschaften-Vollversammlung, Grüne Hochschulgruppe

6. November 2014

Am 13. November veranstalten die Fachschaften gemeinsam mit den Falken und der linken Hochschulgruppe [’solid].SDS ein Clubhausfest mit super Bands, einem Vortrag und Musik auf zwei Floors.

Näheres zum Programm findet Ihr hier: linkes Clubhausfest am 13. November 2014

Flyer zum linken Clubhausfest im Wintersemester 2014/15

linkes Clubhausfest im Wintersemester 2014/15

Flyer zum linken Clubhausfest im Wintersemester 2014/15 (Rückseite)

linkes Clubhausfest im Wintersemester 2014/15 (Rückseite)

13. Oktober 2014

Am ersten Donnerstag im Wintersemester (16.10.2014) laden wir Euch zum Alternativen Dies Universitatis ins Clubhaus ein. Die Veranstaltung findet parallel zum „Dies Universitatis“ in der Neuen Aula statt, wo sich verschiedene Gruppen den neu eingeschriebenen Studierenden vorstellen. Seit einigen Jahren duldet die Universität, dass das auch Verbindungen farbentragend tun, verbindungskritische Inhalte hingegen werden unterdrückt. Eine Veranstaltung, auf der Verbindungen einseitig hofiert werden, vermittelt Studienanfänger*Innen ein verzerrtes Bild von Tübingen und ist damit kritisch zu sehen.

Deshalb wird am Nachmittag des 16. Oktober ein „Alternativer Dies“ (AlDi) im Clubhaus stattfinden. Ziel des AlDi ist es, einen Markt der Möglichkeiten zu schaffen, auf dem die Neu-Immatrikulierten und alle anderen Interessent*Innen die Vielfalt Tübinger Gruppen und Initiativen kennenlernen können.

Der zeitliche Ablauf ist wie folgt geplant:

Ab 16:00 Uhr begrüßen wir euch zum Markt der unbegrenzten Möglichkeiten.
Zeitgleich findet eine Reihe von Vorträgen statt:

16:00 – 17:30 Einführung in die Kapitalismuskritik
Wir leben im Kapitalismus, das ist Fakt. Doch was zeichnet den Kapitalismus aus? In diesem Vortrag nähern wir uns der Funktionsweise des Kapitalismus an, um anschließend aufzuzeigen, dass er den Bedürfnissen der Menschen im Weg steht.

16:00 – 17:30 Homophobe Demos in Stuttgart
Bereits zum fünften Mal planen die homo- und transphoben Bildungsplan-GegnerInnen am 19. Oktober 2014 in Stuttgart auf die Straße zu gehen. Dieser Vortrag informiert über die aktuelle Situation und die geplanten Gegenproteste.

17:00 – 19:00 Live-Übertragung der Wüsten Welle vom AlDi
Ab 17 Uhr ist die Redaktion des Bildungsmagazins mit einer Live-Übertragung vom AlDi auf dem Tübinger freien Radio Wüste Welle zu hören. Neben einer Vorstellung der Infostände fürs Radio-Publikum wird es auch Interviews vom offiziellen „Dies Universitatis“ in der Neuen Aula zu hören geben. Besonders freuen wir uns dabei auf unseren Mit-Moderator und Bürgermeister-Kandidaten Häns Dämpf.

17:40 – 19:00 Der NSU-Komplex mit Robert Andreasch
Drei Jahre sind vergangen, seit sich der “Nationalsozialistische Untergrund” (NSU) im November 2011 selbst enttarnte. Antifaschist_innen, Journalist_innen und Politiker_innen in Untersuchungsausschüssen versuchten seither, mehr Erkenntnisse zu gewinnen: Was der NSU denn gewesen ist, wer ihm zugerechnet werden muss und wer alles zu den Unterstützer*Innen zählt. Eine Menge Fragen haben sich seither aufgetan: Zur bisherigen Verharmlosung des Rechtsterrorismus, zum institutionellen Rassismus (der zu den katastrophalen Arbeitshypothesen der Ermittlungsbehörden in der Mordserie führte), zum gesellschaftlichen Rassismus (der verhinderte, dass sich mehr Menschen mit den Angehörigen der Opfer solidarisiert oder kritisch nachgefragt hätten), zu den Verstrickungen von Polizei und Inlandsgeheimdiensten mit der Neonaziszene u. v. a.

Seit Mai 2013 läuft am Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Unterstützer des NSU. Viele hundert Zeug*Innen und Sachverständige wurden bisher gehört. Doch welche Aufklärung kann so ein Strafprozess überhaupt leisten? Kann sich die Ansicht der Bundesanwaltschaft, der NSU sei ein isoliert mordendes Killer-”Trio” gewesen, durchsetzen? Oder können die Nebenklagevertreter*Innen das Netzwerk der militanten Neonazis thematisieren? Und außerhalb des Strafprozesses: Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem NSU für die Arbeit gegen Rechts?

Robert Andreasch [ein Pseudonym] arbeitet als Fachjournalist über die extreme Rechte für Antifazeitschriften (“Der rechte Rand” u. a.) und bekannte Medien wie z. B. das ARD-Radiofeature, “Quer” (BR-TV) oder das MUH-Magazin. Für die “Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München” (a.i.d.a. e. V.) und die bundesweite Initiative “NSU-watch” beobachtet er die Verhandlungstage im ersten “NSU-Prozess” vor dem Münchner OLG.

17:40 – 19:00 Bildung im Kapitalismus
Was hat Bildung eigentlich mit der kapitalistischen Gesellschaft zu tun? Auf was für Füßen steht sie und welche Funktionen erfüllt sie? Und wo sind Ansatzpunkte für fortschrittliche Veränderungen? Diesen Fragen wollen wir nachgehen.

19:00 – 21:00 Was tun gegen studentische Verbindungen?
Wir haben schon lange Probleme mit den rückwärtsgewandten und verstaubten Studentenverbindungen. Deshalb haben wir uns zum AlDi ein paar Freund*Innen aus Marburg eingeladen, die uns über ihre politische Arbeit gegen verbindungsstudentischen Umtriebe in der Region Marburg erzählen können.

Gegen 21:30 Uhr endet der AlDi um Platz zu machen für das Clubhausfest des Brecht-Bau-Plenums.

4. August 2014

Die Aufzeichnung der 24-Stunden-Vorlesung zum Solidarpakt ist jetzt auf timms online!bumblebeeProtest
Ihr findet sie unter Interfakultäre Einrichtungen/Besondere
Veranstaltungen/24-Stunden-Vorlesung Mai 2014 bzw. direkt über diesen Link.

Das Programm ist weiter unten auf dieser Seite noch verfügbar.

20. Juni 2014

Am 30.6. und 1.7. sind Uni-Wahlen. Alle immatrikulierten Studierenden sind aufgerufen, studentische Vertreter_innen in Studierendenrat, Senat, Fakultätsrat und Fakultätsvertretung zu wählen. Wir geben euch hier einen kleinen Überblick über diese Gremien.

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17. Juni 2014

Am Montag, 30. Juni und Dienstag, 1. Juli finden die Uni-Wahlen statt. Die Fachschaftenvollversammlung kandidiert als Liste 3 für Studierendenrat und Senat. An den Fakultäten kandidieren Mitglieder eurer Fachschaften für Fakultätsrat und Fakultätsvertretung.

Hier ist unser Flyer: flyer_druck

Wo du wählen kannst, richtet sich nach deiner Fakultätszugehörigkeit:

Kupferbau: Evangelische, Katholische und Islamische Theologie, Jura, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geowissenschaften und Psychologie
Brechtbau: Alle Fächer der Philosphischen Fakultät
Hörsaalzentrum Morgenstelle: Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Physik, Biochemie, Pharmazie
Neuklinikum Schnarrenberg: Alle Medizin-Studiengänge

Und nun zur Fachschaftenvollversammlung und der Frage, warum ihr wählen gehen solltet:
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