Wann? Donnerstag, 7. Dezember 2017 Wo? Clubhaus, Wilhelmstraße 30 Wie? Eintritt frei (aber nur ohne Wix oder Couleur!) Was? Buntes Programm, Infostände mit Essen und Trinken
Deine Möglichkeit, die Tübinger Gruppenvielfalt kennenzulernen. Wo kann ich mich einbringen? Welche Perspektiven stehen mir offen?
Der Alternative „Dies Universitatis“ (AlDi) wurde als Gegenstück zur universitären Semestereröffnung geschaffen, um auch jenen, die dem oft rückständigen Treiben der Studentenverbindungen kritisch gegenüberstehen, Raum zu bieten. Der diesjährige AlDi findet nun im Dezember statt, mit dem Ziel, das vielfältige studentische Leben in Tübingen vorzustellen und den Studierenden alternative Perspektiven zu eröffnen. Du bist herzlich eingeladen!
Endlich ist es wieder so weit: Die Ernst-und-Karola-Bloch-Wochen 2016 sind da! Zwischen dem 20.10. und 5.11. erwarten euch über 20 Veranstaltungen, organisiert von Studierenden und Aktiven aus Tübingen. Uns alle erwartet ein umfangreichen Programm: Vorträge, Workshops, Stadtrundgänge, Filme, Lesungen und ein Kaffeekränzchen. Nicht nur für Erstis, nicht nur für Studis, sondern offen für alle Interessierten!
im Clubhaus (Wilhelmstraße 30, gegenüber der Neuen Aula)
Eintritt frei (aber nur ohne Wix oder Couleur!)
Auftakt-Veranstaltung der Ernst und Karola Bloch Woche (Ersti-Begrüßung)
ab 16 Uhr: Infostände und Aktionen der Gruppen und Initiativen, Kaffee & Kuchen vom Cafe Collectiva
17 Uhr: Vortrag: Bildung im Kapitalismus Wie hängen diese beiden scheinbar unabhängigen Begriffe – Bildung und Kapitalismus – zusammen? Welchen Einfluss hat das kapitalistische System auf unsere Bildung und welche Funktionen erfüllt Bildung in einer kapitalistischen Gesellschaft? Anhand dieser und weiterer Fragen wollen wir reflektieren, in welchem gesellschaftlichen Zusammenhang Bildung hier und heute stattfindet. Im zweiten Schritt schauen wir uns die Situation an der Uni etwas genauer an: Unter welchen Studien- und Lebensbedingungen wird hier studiert? Gleichzeitig gehen wir der Frage nach, wo sich Ansatzpunkte für fortschrittliche Veränderungen finden und was für eine Gesellschaft wir brauchen, in der eine andere Bildung möglich sein kann. (Kaminzimmer – Beitrag der SDAJ Tübingen)
17 – 19 Uhr: Live-Übertragung der Wüsten Welle
19 – 21 Uhr: Buchvorstellung Raul Zelik & Elmar Altvater: Zur Vermessung der Utopie Der autoritäre Staatssozialismus sowjetischer Prägung ist gründlich gescheitert. Wie aber sieht es mit der Überlebensfähigkeit des Kapitalismus aus? Der Klimawandel, die Massenarmut in weiten Teilen der Welt, Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Verelendung auch in Europa, neoimperiale Kriege und Konflikte um Rohstoffquellen und Einflusszonen – das vom »freien Markt« produzierte Elend und seine Begleiterscheinungen verlangen nach einer grundlegenden Alternative. Doch ist eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus überhaupt noch vorstellbar?
Die Gesprächspartner liefern eine radikal-kritische Analyse der Gegenwart. Und sie versuchen, eine utopische Gesellschaft zu skizzieren, die auf einem neuen Energiemodell, einer solidarischen Ökonomie und direkter Demokratie basiert – und die auf Vernunft gegründet ist. (großer Saal – Beitrag von [’solid].SDS Tübingen)
Am ersten Donnerstag im Wintersemester (16.10.2014) laden wir Euch zum Alternativen Dies Universitatis ins Clubhaus ein. Die Veranstaltung findet parallel zum „Dies Universitatis“ in der Neuen Aula statt, wo sich verschiedene Gruppen den neu eingeschriebenen Studierenden vorstellen. Seit einigen Jahren duldet die Universität, dass das auch Verbindungen farbentragend tun, verbindungskritische Inhalte hingegen werden unterdrückt. Eine Veranstaltung, auf der Verbindungen einseitig hofiert werden, vermittelt Studienanfänger*Innen ein verzerrtes Bild von Tübingen und ist damit kritisch zu sehen.
Studentenverbindungen sind — traditionell ausschließlich und noch
heute in der übergroßen Mehrheit — Männerbünde. Inzwischen haben sich
einzelne Korporationen für Frauen geöffnet und einige wenige
Damenverbindungen wurden gegründet. Dennoch wird der Anteil weiblicher
Mitglieder von studentischen Verbindungen auf ungefähr 1 bis 5 Prozent
geschätzt.
Studentenverbindungen stellen somit eine der letzten Bastionen
männerbündischer gesellschaftlicher Institutionen dar. Sie sind Orte
der männlichen Elitebildung und tragen so dazu bei, die
gesellschaftliche Männerdominanz und realen gesellschaftlichen
Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aufrecht zu erhalten.
Gleichzeitig reproduzieren sie essentialistische Vorstellungen von
Zweigeschlechtlichkeit und der ihr innewohnenden Hierarchie zwischen Mann und Frau.
Sexismus — d.h. (benachteiligende) Ungleichbehandlung von Menschen
aufgrund des wahrgenommenen Geschlechts — ist selbstredend kein
alleiniges Merkmal von Korporationen, vielmehr ist die gesamte
Gesellschaft von vielfältigen Unterdrückungsverhältnissen durchwoben
(u.a. Klassismus, Rassismus, Sexismus). Allerdings werden aktuelle
sowie historische Strukturen und Begründungsmuster für sexistische und
homophobe Ausschlüsse in Studentenverbindungen besonders deutlich. Wie
in einem Brennglas werden tief verwurzelte gesellschaftliche Probleme
hier in gebündelter, gleichwohl verzerrter Form vergrößert sichtbar,
sodass ihre Analyse auch den Blick außerhalb des korporatistischen
Mikrokosmos zu schärfen vermag.
Tübingen. Am Donnerstag, den 18. Oktober, findet auch zum Beginn dieses Wintersemesters wieder im Clubhaus in der Tübinger Wilhelmstraße 30 der AlDi, der „Alternative Dies“ statt. Die Veranstaltung findet jedes Jahr parallel zum offiziellen „Dies Universitatis“ der Universität Tübingen statt und wird vom verbindungskritischen Arbeitskreis „Clubhausia“ organisiert. ab 16:00 Aufbau
17:00-20:00 Infostände der stud. Gruppen
17:00-19:00 Liveübertragung der Wüsten Welle
17:00 Vortrag: Wohnungsnot in Tübingen
18:00 Vortrag: Kritische Einführung in Wissenschaft & Lehre in Tübingen Militarisierung, Tierversuche und Exzellenz
19:00 Vortrag: Einführung in die Verbindungskritik
20:00 Abendessen – Essenskisten weg! (vegan)
21:00 Klangexperimente (Liveperformance)
21:00-03:00 Clubhausfest von FSRVV und Oikos
DJ: Melchiades (Global Bass)
DJs: Mimu & Rich Random (Underground Stage)
DJ: Jens Hagelstein (Minimal)
Auch dieses Jahr wird parallel zum „offiziellen“ Dies Universitatis, wieder ein Altiernativer Dies Universiatis (AlDi) im Clubhaus stattfinden – garantiert bunter, weil ohne Farben. Das vorläufige Programm sieht wie folgt aus:
15:00 Aufbau der Infostände etc. (Aufbau auch ohne Anmeldung möglich!)
15:30 Protestmarsch der Tübinger Sozial- und Gesundheitsvereine vom Europaplatz aus gegen die geplanten städtischen Zuschusskürzungen!
15:30 Eröffnung der Infostände von kulturellen, politischen und sozialen Gruppen aus Tübingen.
16:00 – 20:00 Filmlounge im Musikzimmer mit „Der Untertan“, „Keine Schonzeit für Füchse“ und weiteren Kurzfilmen
16:00 – 18:00 Liveübertragung der Wüste Welle
16:30 Kurzvortrag zur Zivilklausel immer wieder entbrennt die Diskussion darüber, was es heißt, wenn die Uni nicht „militärisch“ forscht und lehrt
17:00 Einführung in die Verbindungskritik mit Jörg Kronauer, Autor von „Studentenverbindungen in Deutschland“ aus dem Unrast Verlag
18:00 Abendessen: Essenskisten-Verkochung von der aktion asyl tübingen – Essenskisten weg!
19:30 Abbau der Infostände
21:00 erstes Clubhausfest im Semester von der FachschaftenVollversammlung, Oikos und der UN HSG – Eintritt frei
Kunst kann in einem Bild die Kritik darstellen, derer es etlicher Worte bedürfte. Der Grund, dass ihr diese Karte in der Hand haltet, ist nicht etwa, dass der Rektor ein Verbindungsstudent gewesen wäre. Das korporierte Farbentragen der Tübinger Verbingungen am „offiziellen“ Dies Universitatis ist unsere Hauptkritik am Rektorat an diesem Tag. Deshalb bieten wir allen Gruppen, die auch ein Problem mit diesem Hofieren haben, im Klubhaus eine alternative Plattform, um sich vorzustellen.
Der Alternative Dies bietet Dir die Möglichkeit die vielen verschiedenen politischen, kulturellen und musischen Gruppen an der Uni kennenzulernen oder eine Studien-Stiftung für Dich zu finden.
Denken heißt Überschreiten. So jedoch, dass Vorhandenes nicht überschlagen, nicht unterschlagen wird.
Am 8. Juli wäre Ernst Bloch 125 Jahre alt geworden. Für uns ist dieser Geburtstag auch Anlass an den Namensgeber der Universität Tübingen zu erinnern, der als Professor an der Universität Tübingen mit den Studierenden und ihren Protesten offen sympathiesierte, sie unterstützte und auch in ihrem Drängen bestärkte.
Der deutsche Philosoph der am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen geboren wurde, studierte Philosophie, Physik und Musik und veröffentlichte 1918 sein erstes Werk „Der Geist der Utopie“. Als Jude und Marxist musste er 1933 aus Deutschland vor dem NS-Terror emigrieren und lebte ab 1938 in den Vereinigten Staaten. Hier entstandt eines seiner bedeutensten Werke „Das Prinzip Hoffnung“.
1949 kehrte er nach Deutschland in die DDR zurück und übernahm eine Professur an der Universität Leipzig. Durch die zunehmenden politischen Spannungen sah er sich 1961 gezwungen die DDR zu verlassen und nahm eine Gastprofessur an der Universität Tübingen an. Hier lehrte er bis zu seinem Tode und unterstützte in vielen Auseinandersetzungen die Studierenden. Kurz nach seinem Tod am 4. August 1977 beschloss der AStA Bloch zu ehren, indem er der Universität Tübingen seinen Namen verlieh. Auf diese Weise sollte Blochs Wirken und seine Werke in auch für die Nachwelt in ehrendem Andenken gehalten werden. Und auch wenn die Universitätsleitung bis heute diese Umbenennung nicht vollzogen hat, für uns bleibt es die Ernst Bloch Universität Tübingen!
Der Alternative Dies 2009 war wieder ein voller Erfolg. Abseits des offiziellen Dies Universitatis, aber doch direkt gegenüber, präsentierte sich die studentische Seite der Universität. Bunter, weil nicht farbentragend, einerseits als Protest gegen das Hofieren studentischer Verbindungen, andererseits ganz einfach als alternative Ergänzung zum offiziellen Dies. Die neuen (und alten) Studierenden hatten Gelegenheit die Univeristät und die vielen alternativen Perspektiven und Gruppen die es in ihrem Umfeld gibt kennen zu lernen.
Ganz nach dem Slebstverständnis des “AlDi” als eine Plattform für politische, musische, sportliche und sonstige Gruppen, war das Spekturm sehr breit aufgestellt und die Neuimmatrikulierten wie ältere Semester waren von den Anegboten beeindruckt. Und Selbst das Rektorat hat mittlerweile eingesehn, dass der „AlDi“ nicht nur lästige Konkurrenz sondern aktive Bereicherung für den offiziellen und etwas angestaubten DIES ist. So verwundert es nicht, dass der Rektor in seiner Rede explizit auch auf die Alternativveranstaltung hinwies, der CareerService der Uni mit dem Gedanken spielte auch einen Stand auf dem „AlDi“ aufzubauen und der Kanzler beim gemütlichen Schlendern über den alternativen Dies gesehen wurde.