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Für einen Leitfaden zur Verwendung tatsächlich geschlechtergerechter Sprache an der Universität Tübingen

Die Fachschaftenvollversammlung kritisiert den von der Universität Tübingen veröffentlichten “Leitfaden zur Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache an der Universität Tübingen” vom 13. März 2019. 

Wir freuen uns sehr, dass unsere Universität die Relevanz von Sprache ernst nimmt und anerkennt, dass das generische Maskulinum Ungleichheiten reproduziert. Daher unterstützen wir die grundsätzliche Intention des Leitfadens, Geschlechterungerechtigkeit auch in der Sprache abzubauen. Jedoch stellen wir mit Bedauern fest, dass der Leitfaden nicht geeignet ist, diesem Ziel zuzuarbeiten. Die Universität sieht zwar vom generischen Maskulinum ab, schließt aber durch die gegebene Empfehlung nicht-binäre Menschen weiterhin aus.

Wir möchten die Chance, für geschlechtergerechte Sprache einzustehen, gemeinsam mit unserer Universität nutzen und haben dafür folgende Anmerkungen:  

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Open-Air-Kino: Pink Narzissus, Mi, 17.07., 21.00 Uhr im Clubhaus

Open-Air-Kino: Pink Narcissus (1971)
Mi, 17.07.2013, 21.00 Uhr auf der Terrasse hinter dem Clubhaus

Ein amerikanischer Art House Film von James Bidgood.

Der Film zeigt die erotischen Fantasien eines jungen schwulen Prostitutierten, der in seinem überschwänglich kitischigen Appartment in Tagträumen schwelgt. Die siebzig minütige Vorstellung gleicht einem erotischen Gedicht an den Körper Pans (Bobby Kendall) der in bunten Variationen immer wieder erotisch inszeniert wird.
Pink Narcissus gilt als Kultfilm der Schwulenszene und die farbenfrohe poetische Ästhetik hatte Einfluss auf homosexuelle Künstler wie das Paar Pierre et Gilles.

Pink Narzissus ist der erste Film der Reihe zum Thema „Erotik jenseits des Mainstreams“ im GleichFilm. Nächste Woche zeigen wir den Dokumentarfilm „Sisterhood“, einen Film über Pornographie aus queer-feministischer Perspektive.

Wie immer bieten wir kühle Getränke zum günstigen Preis und freuen uns wenn Menschen Lust haben, nach der Vorstellung noch über Film und Thema zu diskutieren und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Der Gleichfilm ist eine Veranstaltung des Gleichstellungsreferats das AStA und des Arbeitskreises für Gleichstellung der Fachschaftenvollversammlung.

Open-Air-Kino: Kurzfilme und Diskussion zur Situation in der Türkei und in Brasilien

Diren Ghezi! – O gigante acordou!

Mi, 10.07, 21.00 Uhr auf der Terrasse hinter dem Clubhaus

Die Proteste in der Türkei und in Brasilien sind aus den großen Medien wieder verschwunden, doch die Menschen in beiden Ländern sind weiterhin täglich auf den Straßen, blockieren Verkehrswege und besetzen öffentliche Plätze.

Im Rahmen des Gleichfilms zeigen wir diese Woche dokumentarische und künstlerische Kurzfilme zur Situation und den Gründen der Proteste. Die Filme dienen uns als Basis für die anschließende Diskussion mit vielen interessierten Menschen.

Der Gleichfilm ist eine Veranstaltung des Gleichstellungsreferats das AStA und des Arbeitskreises für Gleichstellung der Fachschaftenvollversammlung.

C.R.A.Z.Y. – Filmabend des AK Gleichstellung, Mi 20 Uhr

GLEICH
Am Mittwoch, 20 Uhr s.t., Kleiner Saal im Clubhaus, zeigt der AK Gleichstellung in Zusammenarbeit mit dem AStA-Gleichstellungsreferat den Film C.R.A.Z.Y. (Kanada 2005, Regie: Jean-Marc Vallée)

Der junge Zac wächst mit vier Brüdern im katholisch geprägten Quebec der 70er Jahre auf. Als sein Interesse am eigenen Geschlecht erwacht, versucht er, dies zu unterdrücken, um einen Konflikt mit dem homophoben Vater zu vermeiden…

Ein facettenreiches Coming-of-Age-Drama zwischen Verdrängung und Anpassung gegenüber dem Patriarchat sowie Selbstfindung und Rebellion in einer Zeit gesellschaftlichen Wandels.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=NCfBNzJsLrI

Gleich Film


Das Gleichstellungsreferat des AStA und der dazugehörige AK der FachschaftenVollversammlung möchte Euch zum Gleich Film einladen. Am Mittwoch den 06. Februar 2013 zeigen wir dazu:

Deaf Jam US, 2011 – Taubstummer Sprechgesang

Um 20:00 st im kleinen Saal des Clubhauses. Am 06. Februar soll es im Anschluss an den Film ein offenes Treffen geben, bei dem konzeptionelle Ausrichtung, Art und Weise der Darstellung, aber auch Ort und Zeit für das kommende Semester diskutiert werden sollen. Ob der Gleich Film danach zum Feminist, Queer, Drag, AntiRa, oder Beeinträchtigten Film wird, hängt von den beteiligten Leuten ab.
Für alle Neugierigen gibt es hier den Trailer:

Gleich Film


Das Gleichstellungsreferat des AStA und der dazugehörige AK der FachschaftenVollversammlung möchte Euch zum Gleich Film einladen. Am Mittwoch den 30. Januar 2013 zeigen wir dazu:

Itty Bitty Titty Committee US, 2007 – Riot Girl Straßengang

Um 20:00 st im kleinen Saal des Clubhauses. Am 06. Februar soll es im Anschluss an den Film ein offenes Treffen geben, bei dem konzeptionelle Ausrichtung, Art und Weise der Darstellung, aber auch Ort und Zeit für das kommende Semester diskutiert werden sollen. Ob der Gleich Film danach zum Feminist, Queer, Drag, AntiRa, oder Beeinträchtigten Film wird, hängt von den beteiligten Leuten ab.
Für alle Neugierigen gibt es hier den Trailer:

Gleichstellung

Am 5. Mai 1904 beschloss der Senat der Universität Tübingen, auch Frauen zum ordentlichen Studium an der Universität zuzulassen. Damit erhielten Frauen erstmals das Recht, sich „unter den gleichen Voraussetzungen und in der gleichen Weise wie männliche Personen an der Universität Tübingen als ordentliche Studierende“ (Erlass des württembergischen Königs vom 17. Mai 1904) zu immatrikulieren. Mit diesem Beschluss feierte der jahrelange Kampf der Frauenbewegung um ein ordentliches Frauenstudium einen wichtigen Erfolg.In Tübingen hat dieser Kampf am Ende des 19. Jahrhunderts begonnen. Obwohl in anderen europäischen Ländern, beispielsweise in Frankreich seit 1863, Frauen an Universitäten zugelassen wurden, war ihnen in Württemberg dieser Zugang verwehrt. Trotzdem fragte die Studentin Alexandra Popowa 1873 beim Tübinger Rektorat an, ob sie hier ihr in Zürich begonnenes Studium fortsetzen dürfe. Der Senat stimmte einstimmig gegen die Anfrage. Weiteren Bitten von Frauen in den folgenden Jahren erging es nicht anders. Erst 1892 erhielt Maria von Linden als erste Frau eine Zulassung zum Studium der Mathematik und der Naturwissenschaften. Auch die Möglichkeit, als Hörerinnen Vorlesungen zu besuchen, wurde in den folgenden Jahren in einzelnen Fällen gewährt. Bis 1904 konnten so insgesamt 20 Frauen Lehrveranstaltungen an der Universität besuchen.Diese Zulassungen waren jedoch weniger einer fortschrittlichen Einstellung der Universitätsleitung zu verdanken, sondern dem Engagement der betroffenen Frauen und der Politik der bürgerlichen Frauenbewegung. Durch zahlreiche Petitionen übten sie Druck auf Regierungsstellen aus und initiierten eine öffentliche Diskussion über Frauenbildung. Diese führte 1899 in Stuttgart zur Eröffnung eines Mädchengymnasiums. Ziel dieser Einrichtung war es, Frauen über den Zugang zur Universität die Ausübung akademischer Berufe zu ermöglichen. Als dann 1904 der erste Abitursjahrgang seinen erfolgreichen Abschluss feiern konnte, hatten zum erstenmal in Württemberg Frauen auf einem regulären institutionellen Weg die Hochschulreife erlangt. Dieser Umstand war ein wesentlicher Grund für den Beginn des Frauenstudiums in Tübingen im gleichen Jahr.Doch die Hoffnung der Frauen auf freien Zugang zu akademischen Berufen erfüllte sich damit noch nicht. Erst 1920 fiel in ganz Deutschland das Habilitationsverbot für Frauen. In Tübingen habilitierte sich sogar erst 24 Jahre später eine Frau. Zudem blieb der Zugang zu den Universitäten in den folgenden Jahrzehnten regelmäßigen Einschränkungen unterworfen. Besonders in knappen Zeiten gab es für Frauen Zulassungsbeschränkungen, wie beispielsweise nach dem I. Weltkrieg. Auch als die Universität Tübingen nach dem II. Weltkrieg ihren Lehrbetrieb wieder aufnahm, wurden Kriegsheimkehrer bevorzugt und Frauen zum Sommersemester 1946 sogar ganz von der Neuimmatrikulation ausgeschlossen. In der Folgezeit sank der Frauenanteil an der Universität von 50% während des Krieges auf 20% in der Nachkriegszeit ab. Erst durch die Debatte um Chancengleichheit in den 60er und 70er Jahren erhöhte sich der Studentinnenanteil wieder auf 40%.Mittlerweile sind über die Hälfte aller Studierenden an der Universität Tübingen Frauen. Auf der akademischen Karriereleiter sind sie jedoch nach wie vor unterrepräsentiert: so sinkt der Anteil der Frauen, je höher die akademische Position ist. Trotz der nachweislich besseren Abschlüsse auch in Tübingen wird nur jede dritte Promotion von einer Frau gemacht. Und einer weiblichen C4-Professorin stehen statistisch 32 männliche Professoren gegenüber.