Rätetä #58

Mit Campus der Zukunft, Verfasster Studierendenschaft, Qualitätssicherungsmitteln, Systemakkreditierung, den Folgen des doppelten Abiturjahrgangs …

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Infoveranstaltung zum Campus der Zukunft

„Campus der Zukunft“ steht für das Vorhaben des Rektorats, die Uni in der Stadt baulich komplett umzugestalten.
Dabei geht es um viele Gebäude, die für Studierende von Bedeutung sind: z. B. die Mensa, aber auch das seit über 15 Jahren geplante und immer noch nicht verwirklichte Studentische Servicezentrum.
Wir wolleninformieren und mit Euch diskutieren – am Dienstag, den 27.11. um 19h im HS 8 der neuen Aula.

Mensa Wilhelmstraße als Mensa sanieren!

Die Studierendenvertretung bleibt bei ihrer Position: Die Mensa Wilhelmstraße soll als Mensa saniert werden! Eine entsprechende Stellungnahme haben die Vertreter_innen der Studierendenvertretung am vergangenen Montag bei einem Gesprächstermin mit Vertreter_innen aus Universität, Finanzministerium, Vermögen- und Bauamt, Stadt, Bürgerinitiative und Denkmalschutz vorgetragen.
Wiederholt – so auch am Montag – ist im Zusammenhang mit der Mensa-Problematik die Legitimierung der Studierendenvertretung bzw. ihren Vertreter_innen angezweifelt worden. Einzelne studentische Gruppierungen, die eine andere Position vertreten, werden gezielt zu wichtigen Terminen eingeladen und als angebliche Mehrheitsmeinung präsentiert.
Es gilt daher klarzustellen: Die erweiterte Fachschaftenvollversammlung ist legitimiert, als Vertretung der Studierenden zu sprechen! Bei den Wahlen zu AStA und Senat erreichten die Listen, die das Modell der Fachschaftenvollversammlung unterstützen (Liste der Fachschaften, Grüne Hochschulgruppe und Liste für Information und Organisation), im vorigen und auch in diesem Jahr die Mehrheit der Stimmen. Dabei ist die basisdemokratische Arbeitsweise der erweiterten Fachschaftenvollversammlung bekannt und wird im Wahlkampf aktiv beworben. Die Stellungnahme der Studierenden zur Mensa-Frage wurde in der Fachschaftenvollversammlung beschlossen und mehrmals bestätigt. Dass unliebsame Positionen der Studierendenvertretung von der Unileitung öffentlich angezweifelt und als Mindermeinung bezeichnet werden, ist erschreckend und zeigt, mit welchen Mitteln das Rektorat darum kämpft, seinen Willen durchzusetzen.
Im Anschluss an das Gespräch am Montag wurde gegenüber der Presse bekanntgegeben: Man werde eine neue Mensa bauen, die alte Mensa solle anderweitig genutzt werden. Die Studierendenvertretung sieht neben den inhaltlichen Argumenten, die gegen einen Mensaneubau sprechen (vgl. Artikel auf dieser Seite vom 29. Mai), auch erhebliche Probleme im Umgang mit den universitären Gremien und mit den Inhabern der Urheberrechte an der Baumgarten-Mensa. Beide wurden nicht angemessen in die Entscheidungsfindung einbezogen.
Für die Studierendenvertretung ist das letzte Wort über die Zukunft der Mensa Wilhelmstraße noch nicht gesprochen.

Campusplanung: Mensasanierung statt Neubau!

Siegerentwurf zur Planung des Campus der Zukunft
Siegerentwurf zur Planung des Campus der Zukunft
Die Studierendenvertretung fordert den Erhalt der Mensa Wilhelmstraße als Mensa. Wir widersprechen der Einschätzung von Hochschulratsmitglied Hauff, nur ein Abriss der Mensa ermögliche eine „eine erlebbare, lebendige Campussituation“ (Pressemitteilung der Universität vom 24.5.2012). Vielmehr schätzen die Studierenden gerade die bestehende Mensa als Gebäude mit viel Potenzial. Zweifellos muss das Gebäude dringend saniert werden. Es bietet jedoch im Gegensatz zu einem Neubau beispielsweise größere Freiflächen und eine separate Cafeteria, die schon jetzt in eine lebendige Campussituation integriert sind. Den diskutierten Standort für einen Neubau, das Gelände des Hörsaalanbaus Alte Physik, halten wir für ungeeignet für eine Mensa. „Campusplanung: Mensasanierung statt Neubau!“ weiterlesen

Podiumsdiskussion zum Campus der Zukunft

Der SPD-Ortsverein und die Hochschulgruppe der Jusos laden zu einer Podiumsdiskussion zum Campus der Zukunft ein. Im Rahmen der Veranstaltung sollen Vertreter der Universität, des Bauamtes, des Studentenwerkes, der Studierenden und Tübinger Bürger miteinander über die aktuellen Campusplanungen informieren und die verschiedenen Vorstellungen diksutieren.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 20.01.2010, von 20 bis 23 Uhr im AudiMax in der Neuen Aula statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Informationsveranstaltung zum Campus der Zukunft

Siegerentwurf zur Planung des Campus der ZukunftAm 20. Oktober lädt die Bürgerinitiative Univiertel Wilhelmstraße ab 20:00 Uhr ins Bürgerheim in der Schmiedtorstr. 2 ein. Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Pläne für den Campus der Zukunft diskutiert und eine bürgerschaftliche Kritik daran und am bisherigen Diskussionsprozess geübt werden.

Wir können über alles diskutieren und gemeinsame Lösungen finden. – Campus der Zukunft

Boris PalmerGestern trafen sich die Bürgerinitiative „Univiertel Wilhelmstraße“ und der Oberbürgermeister der Stadt Tübingen zu Informationsgespräch und Stadtspaziergang. Die Bürgerinitiative, der auch die Fachschaftenvollversammlung angehört, hat sich aus Tübinger Bürgern gebildet, nachdem die Pläne für die Umgestaltung im Rahmen des „Campus der Zukunft“ ( campusderzukunft.de) bekannt wurden.

Nachdem der Rundgang vor dem Clubhaus begonnen hatte wurde relativ schell deutlich, was im Moment die drängensten Anliegen für die Bürgerinitiative sind. Mensa und Clubhaus beide Gebäude, die beim Urteil vieler Menschen heute eher schlecht als recht wegkommen. Dabei lohnt sich ein Blick in die Geschichte dieser Bauwerke und auch die Architektursprache dieser Bauten aus den 50iger und 60iger Jahre. Viele Details, die über die Jahre hinter einbauten verschwanden oder dem Verfall preisgegeben wurden, sind heute nicht mehr erkennbar und lassen die Gebäude im Auge des Betrachters nicht wirklich gut dastehen. Ein Kunsthistoriker und Liebhaber der Tübinger Architekturgeschichte beschrieb dem anwesenden Oberbürgermeister eindrucksvoll, was an diesen Gebäuden erhaltenswert ist und was sie so liebenswert macht.

Das Clubhaus als studentisches Zentrum im Tal der Stadt, in dem Veranstaltungen, Ausstellungen und natürlich Clubhausfeste stattfinden, indem aber auch das politische Herz der Studierendenvertretung schlägt, war auch für den Oberbürgermeister ein Ort, der nicht ersatzlos verschwinden dürfe. Die Pläne, dass das Clubhaus fallen muss, sind aber weder beschlossen noch sei hier das letzte Wort gefallen. Überhaupt sei der Wettbewerbssieger zur Umgestaltung des „Campus“ keine Masterplan oder Realisierungskonzept sondern eine Ideen- und Konzeptgrundlage, die Schritt für Schritt mit entsprechenden Diskussionen neu überdacht werden müsse.

Bei der Mensa, einem Bauwerk des bekannten Architekten Paul Baumgarten, war sich die Bürgerinitiative und der Oberbürgermeister einig. Einiges muss saniert werden und der Wirtschaftstrakt entlang der Nauklerstraße sei so nicht zu erhalten. Dennoch lohnt es sich über eine Sanierung nachzudenken. Obgleich bereits Vorbereitungen für eine Ausschreibung eines Neubaus angelaufen sind, eine Nachnutzung des bestehenden Gebäudes ist noch immer offen und auch dann wäre eine Sanierung notwendig. Als denkmalgeschütztes Gebäude würde bei einem Abriss (auch nur einzelnen Bereiche) nicht nur ein Teil des Gesichtes der Wilhelmstraße verloren gehen, sondern auch eine wichtiges Zeugnis Tübinger Stadt(-bau-)geschichte wäre zerstört.

Das sehr konstruktive Gespräch, für dass sich der Oberbürgermeister mehr Zeit nahm, als sein Terminkalender erlaubte, machte eins deutlich: Die Bürgerinitiative stellt sich nicht quer gegen eine Entwicklung und will weder der Universität noch der Stadt in den Arm fallen. Doch was man als Bürger erwarten kann ist, dass man gehört wird, dass Alternativen diskutiert werden und dass man nicht alles Bestehende aus vermeintlichen Sach- oder Kostenzwängen heraus aufgibt. Unser Ziel ist die Erhaltung von Mensa und Clubhaus als Zentren studentischen Lebens und Mittelpunkt des „Campus“. Dass vieles verändert werden muss, darüber sind wir uns klar und dazu sind wir bereit.